Sylvester

Geschlecht: männlich, unkastriert

Alter: geb. ca. Mitte November 2021

Rasse: Mischling

Größe: noch im Wachstum

Aufenthaltsort: Pflegestelle in 81377 München

Charakter: neugierig, entdeckungsfreudig, verspielt, hundeverträglich

 

 

 

                 

Update Sylvester, 20.05.2022:
Herdenschutzhundefans aufgepasst-hier kommt Sylvester!
Seit gut einem Monat ist er nun auf einer Pflegestelle in München und hält sein Pflegefrauchen und Freundin „Stella“ auf Trapp!
Er erobert durch seine schmusige und freche Art die Herzen.
Ich habe ihn gestern persönlich kennenlernen dürfen und er macht sich wirklich toll.
Wir waren eine große Runde spazieren-hier zeigte er mir, dass er super an der Leine gehen kann, auch auf seinen Namen hört er und kommt, wenn er gerufen wird.
Auch Sitz und Platz klappt schon gut.
Sylvester hat oft Blödsinn im Kopf, aber er bringt einen dadurch zum Lachen.
Am liebsten führt er seine Freundin „Stella“ selbst spazieren.
Sylvester ist ein Hund, der andere Hunde gerne herausfordert. Wenn er hierbei einen auf den Deckel bekommt, lässt ihn das unerschrocken. Er braucht eine liebevolle aber souveräne Person, die ihm klare Grenzen zeigt und ihm sagt, wann es genug ist. Sylvester testet nämlich sehr viel aus.
Kinder mag er, diese sollten aber schon standhaft sein und verstehen, dass ein Hund auch seine Ruhe braucht oder das Fressen ihm gehört. Das Alleinebleiben klappt gut-er stellt die Wohnung nicht auf den Kopf! 
Für Sylvester wünschen wir uns eine Person, die mit Herdenschutzhunden Erfahrung hat und mit deren Art zurechtkommt.
Ein Zuhause mit Haus und Garten auf dem Land wäre toll.
Welches Herz hat Sylvester nun erobert??
Update Sylvester, 15.02.2022:
Achtung, Achtung – hier kommt ein Update zu unserem Fratz Sylvester.
Mittlerweile hat er die 2. Impfung hinter sich und entwickelt sich wunderbar. Er wird nun auch immer mehr in „normale“ Aktivitäten eingebunden, so wie es in seinem Alter (mittlerweile ca. 12 Wochen – 14.2.) möglich ist.
Sylvester ist klasse, süß, knuddelig – alles was man sich bei so einem Wollknäuel so denkt, aaaaaber er hat durchaus einige erwähnenswerte Eigenschaften, z.B. frisst er für sein Leben gerne – und dieses Fressen würde er auch mit seinem Leben verteidigen. Übersetzt bedeutet dies, dass wir ihm, obwohl er noch sooo klein ist, eine massive Futteraggression bescheinigen können. Das muss jeder Adoptant wissen, da Sylvester keine Rücksicht auf Menschenhände oder andere Hunde nehmen würde.
Wir arbeiten schon daran, dieses Verhalten zu verbessern, damit er die Futter reichende Hand positiv verknüpft und nicht mehr meint hinein beißen zu müssen, dennoch wird dieses Verhalten wahrscheinlich immer – zumindest latent – erhalten bleiben.
Eine separate Fütterung ist daher ein „muß“.
Sylvester hat jetzt schon Power im Allerwertesten, zeigt seinen „Dickkopf“ und hinterfragt alles.
Einige Beschränkungen seines Tuns werden auch schon mal mit einem „Anbeller“ und einem kleinen Knurrer seinerseits beantwortet, ganz nach dem Motto „das will ich doch!“ Dann ist es sehr wichtig am Ball zu bleiben und ihm mit liebevoller Konsequenz mitzuteilen, dass er DOCH damit aufhören soll das Sofa anzunagen, sich in die Gardine zu hängen oder ähnliches und die ihm gebotene Alternative anzunehmen.
Respekt anderen Hunden gegenüber hat er nur, wenn diese ihm unmissverständlich mitteilen können, dass sie älter/souverän sind und dementsprechend doch bitte mit Anstand von ihm behandelt werden möchten. Nachdem einige meiner Hunde dann etwas körperlich wurden (mußten), Sylvester schreiend davonrannte, konnte er sich anschließend ziemlich vorsichtig wieder annähern. Lektion gelernt!
Stellt Sylvester charakterliche Schwächen bei anderen Hunden fest, provoziert er und lockt das Gegenüber, welches ihn „nur“ durch Defensivdrohen auf Abstand halten wollte, doch aus der Reserve (Scheinattacke), wo dann spätestens das „Spielchen“ von menschlicher Seite unterbrochen wird.
Der Fratz hat absolut kein Problem mit dem Autofahren, eine Katze hat er ebenfalls kennengelernt und zeigte sich beeindruckt bis uninteressiert.
Hunde mit Herdenschutzhund-Genen zeichnen sich i.d.R. durch Loyalität ihrer Familie und der Skepsis Fremden gegenüber aus. Dafür wurden sie gezüchtet. Genauso wurden sie für eigenständiges Entscheiden gezüchtet, da sie schließlich nicht erst den Halter/Schäfer/Wenauchimmer fragen können, was sie tun sollen, wenn sich eine Gefahr nähert.
Die Gefahr muss vertrieben werden und das sofort, damit den Schutzbefohlenen nichts passiert.
Das bedeutet natürlich nicht, dass ein Herdenschutzhund bzw. ein –Mix nichts lernen kann.
Nur vielleicht mit einer deutlichen Prise mehr Gelassenheit und auch coolem Durchsetzungsvermögen seitens des Halters.
Zusammenfassend können wir sagen, dass Klein-Sylvester am liebsten ländlich, mit entsprechendem Platz (Gelände/Garten) bei gechillten Herdenschutzhunde-Menschen, vielleicht mit einem souveränen Erst-Herdi, leben möchte, damit alle Beteiligten glücklich werden!
Update Sylvester, 01.02.2022:
Der süsse Fratz Sylvester frisst wie ein kleiner Scheunendrescher, wächst und gedeiht.
Er hat einen wahnsinnigen Bewegungsdrang, ist unternehmungslustig, entdeckungsfreudig, fetzt durch die Gegend, ist frech und verhält sich derzeit wie ein Pyranha. Er schnappt nach allem, was ihm vor die Nase kommt und wenn er auf Hände und/oder Füße trifft, kann es ganz schön weh tun. Wir (die Hunde und ich) arbeiten derzeit intensiv daran, ihm zu verdeutlichen, dass es keine Freunde schafft, wenn man zu stark mit den nadelspitzen Zähnen zubeißt.
Die älteren Hunde haben es nach ein paar, mitunter sehr deutlichen Hinweisen verstanden, ihm zu vermitteln, was erwünscht/genehmigt ist und was eben nicht. Sylvester wäre nicht Sylvester, wenn er nicht trotzdem immer wieder nachfragen würde. Maddox ist der einzige Hund der Gruppe, der sich glücklicherweise erbarmt den Kindergärtner zu spielen.
Wahrscheinlich, weil er selber noch recht kindlich ist.
Diese Interaktion im Rudel ist für das Männlein immens wichtig, da ihm dort immer wieder neu gezeigt wird, was akzeptabel ist. Bereits jetzt ist erkennbar, dass Sylvester sein Futter verteidigt. Hier arbeiten wir gerade nicht daran, dass ich ihm seine Futterschüssel oder andere Kauartikel wieder wegnehmen darf, sondern dass er es akzeptiert, dass ich ihn auch während des Fressens streicheln darf und er merkt, dass sein Futter nicht in Gefahr ist.
Einen kleinen Spaziergang und eine Autofahrt hat Sylvester auch schon mit Bravour gemeistert. Er soll mit seinen nun geschätzten 10 Wochen viel von der Welt sehen und hören, damit er gut sozialisiert ist und keine Ängste zeigt. Im Haus ist ihm bereits alles geläufig. Draußen schaut er sich alles interessiert und verwundert an und verarbeitet die Eindrücke.
Sylvester wird ein Hund, der bestimmt immer wieder die Regeln, die ihm erklärt werden, in Frage stellen wird. Er wird bestimmt zu einem Hund heranwachsen, der seine Halter immer wieder aufs Neue fordert. Es braucht viel ruhige Konsequenz und Geduld aus dem Tausendsassa einen liebenswerten Begleiter zu machen. Daher sehen wir ihn nur bei Menschen mit Hundeerfahrung, vielleicht einem jüngeren, spielfreudigen Ersthund, eher ländlicher Umgebung und viel Platz.
Wo einmal seine Stärken liegen werden, können wir noch nicht erkennen, jedoch ist es immer sehr gut, Hunde geistig UND körperlich zu beschäftigen. Neben der Auslastung wird die Mensch-Hund-Beziehung dadurch wesentlich gestärkt.
Wer sich nun immer noch ernsthaft überlegt, den süßen Knopf, der mir morgens beim ersten Hochheben aus seinem Auslauf, liebevoll ins Ohr knurrt, ein neues Zuhause zu geben, darf sich gerne bewerben.
Januar 2022:
31.12.2021 – ein großer Wagen hält auf der linken Fahrbahn einer 4-spurigen Straße und alle denken, dass er ein technisches Problem hat.
Falsch gedacht – der Fahrer steigt aus, geht seitlich zum Wagen, bückt sich und holt ein Welpchen hervor, welches sich unter dem Auto, hinter dem Rad versteckt hat und setzt es an den Straßenrand. Keine Hündin weit und breit, nur eine Straße, eine Autowaschanlage, nichts, wo ein Welpe irgendwie gut aufgehoben wäre. Der Fahrer setzt seine Reise fort.
Viele Menschen waren Zeuge dieses Vorgangs, so auch ich.

Ich fahre rechts ran, frage die Jungs, die Autos waschen, ob sie wüssten wo denn wohl die Mutter dieses Winzlings sein könnte.

Sie wissen es nicht. Würden sie etwas unternehmen? Nein!

Wenn ich vor die Wahl gestellt werde

1.) Zeuge zu werden, wie ein Welpe erneut auf die Straße läuft und dann doch noch überfahren wird oder

2.) ihn mit zu nehmen – dann habe ich keine Wahl, auch wenn ich weiß, dass ich eigentlich keine Kapazitäten und schon gar nicht für so einen Winzling habe.

Woher Sylvester grundsätzlich kommt, wie er auf die linke Spur einer befahrenen Straße gelangt, das wird wohl sein Geheimnis bleiben.
Nun ist er in seinem Pflegezuhause angekommen, wurde als erstes in die Badewanne gesteckt, entwurmt und entfloht und hat mittlerweile schon alle Großen kennengelernt. Auch der jagdlich sehr ambitionierte Galgo der Pflegefamilie hat verstanden, dass es sich nicht um eine quiekende Maus sondern um einen Hund handelt. Die meisten der älteren Hunde finden den Kleinen gruselig.
Nur Maddox, unser großes Kind, ist interessiert. Da er etwas grobmotorisch ist, müssen wir aufpassen, dass er dem Zwerg nicht spielerisch mit seiner großen Pfote einen auf den Deckel gibt. Aber auch Babies müssen natürlich schon anfangen zu lernen, was sie sich erlauben dürfen und wo bzw. von wem sie besser Abstand halten – natürlich alles in entsprechenden Maßen.
Zum Glück ist der Zwerg alt genug (derzeit ca . 6 Wochen), um Welpenfutter zu fressen, was er auch mit Begeisterung tut. Anschließend wird gepieselt, Kacki gemacht, noch ein bisschen durch die Gegend gelaufen, alles auf Freßbarkeit untersucht und dann wieder geschlafen. Am liebsten in der Jacke des Pflegefrauchens, weil es so schön warm ist und schaukelt.
Aber das Leben ist hart und so muss er dann doch einige Zeit in einer Box (mit Wärmflasche und weichen Decken) alleine verbringen, da wir z.B. die Nacht nicht zum Tage machen können.
Was das Bürschchen wird, wenn es mal groß ist? Keine Ahnung. Ob er ein HSH-Mix ist? Kann sein.
Er ist mit seinen 6 Wochen auf jeden Fall schon sehr munter, aufgeweckt, angstfrei und unternehmungslustig.
Gute Voraussetzungen, um im zweiten Anlauf in ein tolles Leben zu starten.
Wer nicht nur den niedlichen Welpen mit seinen zuckersüßen Pfötchen und dem flauschigen Babyfell sieht, sondern auch weiß, wieviel Arbeit, aber auch Spaß so ein Zwerg macht, der bereit ist noch ein paar Monate auf den Zwerg zu warten (bis zum vollständigen Impfschutz), der dürfte sich schon einmal bewerben.

Wenn Sie Sylvester ein liebevolles Zuhause schenken möchten, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf oder füllen Sie gleich unser Bewerbungsformular aus.



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