Buddy junior- ein richtig toller Freund fürs Leben

 

 

 

Buddy Junior - sucht ein besonderes Zuhause

Geschlecht: männlich, unkastriert

Alter: geb. ca. Oktober 2019

Rasse: Mischling

Größe: noch im Wachstum

Aufenthaltsort: Pflegestelle in Sofia

Charakter:  aktiv, wachsam, misstrauisch, sucht hundeerfahrene Menschen, Einzelhund

 

 

 

 

 

    

Update Buddy, 19.08.2020:

Buddy, Buddy, Buddy. Was machen wir mit Buddy?

Es gibt viele Hunde in den Tierheimen Sofias und auf den Straßen Bulgariens, die bedenkenlos vermittelt werden.

Über sie schreiben wir Updates, wo wir sie in den höchsten Tönen loben und ihre sozialen Fähigkeiten anpreisen, wobei wir selbstverständlich darauf achten, auch ihre Baustellen, falls es welche gibt, zu erwähnen.

Ein Update über Buddy zu schreiben, ist leider nicht so einfach, denn von den Baustellen sind einfach zu viele da und sie sind zu tiefgreifend, um für ihn auf dieser Website zu bewerben. Aber beginnen wir von vorn:

 

Die ersten Wochen nachdem Buddy mit seinen Geschwistern in Sofia gefunden worden war, verbrachte der Welpe mit seiner Schwester auf einer Pflegestelle. Es ist nicht so, als hätten diese Menschen sich nicht gekümmert. Im Gegenteil - er schlief in einem warmen Bettchen, wurde mit gutem Essen gefüttert und konnte im Garten spielen. Dennoch ist dort ein essenzieller Aspekt der Welpenerziehung leider zu kurz gekommen, nämlich die Sozialisation. Ebenso war keine Zeit da, um ein positives Training zu bewerkstelligen.

Eines führte zum Anderen und schließlich landete Buddy in einem ziemlich verrohtem Zustand in einer Hundepension.

Zwei unserer Teammitglieder haben ihn dort kürzlich besucht und können nach ausführlichen Gesprächen mit seinen Bezugspersonen Folgendes über ihn sagen:

 

Buddy ist ein sehr intelligenter Junghund. Er begreift schnell und sperrt sich dem Lernprozess nicht, wie es einige seiner stureren Artgenossen zu tun pflegen. Er ist in einem gut gepflegten Zustand, sein Fell glänzt, er ist gesund und hat eine schöne Größe von knapp 60 cm Schulterhöhe.

Buddy ist Fremden gegenüber sehr misstrauisch und ängstlich. Er wagt sich nicht, sich zu nähern, behält einen im Visier, bellt, knurrt und würde man ihn bedrängen, würde er definitiv zubeißen. Seine Bezugsperson, die ihn täglich füttert und in den Auslauf bringt, hat zwei Wochen gebraucht, um gefahrlos seinen Zwinger betreten zu können.

Glücklicherweise nimmt Buddy auch in Stresssituationen Futter an. Mir fraß er bei meinem ersten Besuch nach einiger Zeit aus der Hand, entfernte sich aber sofort, wenn er das Futterstück verschlungen hatte. Auch konnte ich erste Ansätze des Maulkorbtrainings mit ihm machen. Wir denken also, dass es verhältnismäßig gute Ansätze gibt, um mit ihm Verhalten in stressigen Momenten zu Trainieren. Dennoch wird es einen enormen Zeit- und Geduldsaufwand bedeuten, Höhen und Tiefen, Fort- und Rückschritte.

Leider verhält sich Buddy unsozial in der Hundegruppe und kann daher momentan nur im Einzelzwinger und alleine im Hundeauslauf leben.

Wie es mit anderen potenziellen Knackpunkten, wie Leinenführigkeit, Futteraggression etc. aussieht, können wir leider momentan nicht sagen. Allerdings ist Buddy immerhin stubenrein!

 

Nun ist die Frage: Was machen wir mit solch einem Hund? In der Hundepension, in der er sich aufhält, kann zwar artgerechte Fütterung und 3x täglich Auslauf im großen Garten, aber eben kein Training gewährleistet werden. Pflegestellen, die keine eigenen Hunde haben und sich so ein Stück Arbeit aufbürden würden, haben wir leider keine.

Auf eine Vereinsübernahme von einem Sozialisationsprojekt zu hoffen, ist fast genauso naiv, wie sich zu wünschen, Buddy würde aufwachen und ein braver Labrador sein. Es wird viel Zeit und Anstrengung brauchen, eine Lösung dafür zu finden und wenn SIE jetzt mit dem Gedanken spielen, sich für Buddy zu bewerben, können wir ihnen nur sagen: Überlegen Sie es sich bitte gut.

Ein Hund wie Buddy erfordert enorm viele Ressourcen in jeglicher Form und bis die Zeit gekommen es, dass er es mit Zuneigung, Treue und Liebe zurückzahlt - und das wird er! - kann so einige Zeit vergehen und so einige Male der Geduldsfaden reißen. Unsere Idealvorstellung wäre jemand, der*die sich einen zweiwöchigen Urlaub in Sofia nehmen könnte, um Buddy jeden Tag zu besuchen, bevor er mit ihr*ihm in die Fremde zieht. Aber das wagen wir kaum zu hoffen…

Ein paar harte Fakten:

 

Buddy wird unter keinen Umständen in Haushalte mit Kindern, Katzen oder anderen Hunden vermittelt.

Wir suchen für ihn unbedingt Menschen mit Erfahrung mit Hunden mit „special needs“.

Außerdem vermitteln wir in nur in eine ruhige Umgebung und in ein Leben ohne häufige Wechsel von Orten oder Bezugspersonen.

Update Buddy, 09.05.2020:

Buddy ist von allen 17 Welpen unser größtes Sorgenkind. In behüteter Umgebung aufgewachsen, hat er nie gelernt, dass fremde Menschen keine Gefahr für ihn darstellen. Derzeit hat er große Angst vor allen Unbekannten, die sich laut Aussagen seiner nun zweiten Pflegemamma aber nach einer kurzen Eingewöhnungszeit von ca. 2-3 Tagen legt. Er bindet sich dann sehr an seine neue Bezugsperson. Man könnte denken, na ist doch schön. Ist es ja auch, aber Buddy braucht mehr als nur eine Bezugsperson, die er jetzt hat. Er braucht Menschen, die sich viel mehr mit ihm beschäftigen. Menschen, die das versäumte nachholen und ihn sozialisieren und daran gewöhnen, dass Spielzeuge nicht komplett aufgefressen werden, dass Spaziergänge mehr sind als die kurze Strecke zum Stadtpark und wieder zurück. Buddy braucht seine Menschen, die bereit sind das große Abenteuer gemeinsam mit ihm zu erleben. Wer kann Buddy diese Zukunft schenken?

 

P.S. :  Auf den Fotos hat Buddy eine Halskrause um, weil der Hund seiner Pflegemamma leider sein Ohr verletzt hatte.

Update Buddy, 03.04.2020:

Vor einigen Wochen lief die Zeit von Buddy bei seiner Pflegemamma aus.

Sie musste wieder zur Arbeit und die Hoffnung auf eine schnelle Vermittlung war geplatzt, nachdem klar wurde, dass Buddy nicht schwanzwedelnd auf jeden unbekannten Menschen zugerannt kommt. Zu seinem großen Glück erklärte sich die Pflegestelle seiner Schwester Venera bereit, ihn bei sich aufzunehmen.

Die ersten zwei Tage verhielt sich Buddy distanziert und zeigte Angst, doch nach dem zweiten Tag war das Eis gebrochen und nun ist es für ihn, als hätte er vorher nie eine andere Ansprechperson gehabt. Er lebt nun mit seiner Schwester zusammen und einem Cane Corso. Anfangs hatte er fürchterliche Angst vor dem Cane Corso, weswegen beide in getrennten Zimmern sein mussten, während seine Pflegemama auf der Arbeit war. Inzwischen hat sich aber auch diese Angst gelegt.

 

Buddy braucht Adoptanten, die nicht erwarten, dass er schwanzwedelnd und fröhlich aus seiner Box gehüpft kommt.

Er braucht Menschen, die verständnisvoll mit ihm umgehen und wissen, dass er ein bis zwei oder auch drei Tage braucht um sie als seine neuen Bezugspersonen kennenzulernen. Er ist ein sehr aktiver Hund, der leider jetzt nicht genügend ausgelastet wird.

Es wäre toll wenn seine zukünftigen Menschen viel Zeit mit ihm verbringen können und vielleicht auch nicht die Arbeit mit einem Trainer scheuen, um gemeinsam aus Buddy einen selbstsicheren und weniger ängstlichen Hund zu machen.

Auch Tierarztbesuche sind für den kleinen Mann leider keine schöne Erfahrung bisher gewesen.

Er hat vermutlich einen Hoden, der sich im Bauchraum versteckt hat. Sobald noch ein Monat vergangen ist, muss er bei der Kastration vermutlich auch den Hoden aus dem Bauch herausoperiert bekommen.

Januar 2020:

Hallo, ich bin der Buddy! Was meinst du, wessen Buddy? Das ist doch mein Name, ja, genau wie ein Freund!
Ich erzähle jetzt ganz kurz worum es geht, damit du bald wieder weiter scrollen kannst.
Wir waren neun Welpen, mit Mama waren wir zehn, sie ist aber zu Hause, da wo wir ungewollt waren, geblieben.

Wer hat uns denn dann eingeladen?  Das verstehe ich nicht.
An einem Freitag hat uns ein Mann einfach in einer Kartonverpackung auf der Straße liegen gelassen.

Diese “Straße” gefällt mir überhaupt nicht - kalt, neblig, regnerisch und irgendwie gleichzeitig schmutzig und unrein.

Gott sei dank, dass wir nicht mehr da sind, fast hätte ich eine Erkältung bekommen. Man sagt noch, dass einige ihr ganzes Leben so verbringen sollten. Wahrscheinlich waren sie auch nicht eingeladen, deswegen mussten sie alleine da bleiben.
Es geht jetzt darum, dass ich nun kurz bei einer Familie zu Hause bin, danach muss ich aber wieder raus, und zwar in irgendein “Tierheim”.  Da ist es doch dasselbe wie auf der Straße, hab ich gehört.

Da will ich auch nicht hin!

Gerüchten nach lieben uns die Menschen sehr stark und ich dachte, vielleicht könnte jemand mich von dieser “Straße” retten und mir ein richtiges Zuhause schenken? Ein Zuhause, wo ich willkommen bin, geliebt werde und man mir alles bei bringt was so ein echter Haushund so wissen muss!

Wenn Sie dem süßen Buddy ein liebevolles Zuhause schenken möchten, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf oder füllen Sie gleich unser Bewerbungsformular aus.



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