Bruno- darf endlich ankommen

Geschlecht: männlich, kastriert

Alter: ca. 6-8 Jahre

Rasse: Schäferhund-Mischling

Größe: Schulterhöhe ca. 55 cm

Aufenthaltsort: Pflegestelle in 24113 Kiel

Charakter: aktiv, verspielt, wachsam, sucht hundeerfahrene Menschen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Update Bruno, 29.06.2021:
Endlich kann ich euch mal wieder von einer schönen Überraschung berichten:
Brunos Reise ist zu Ende. Nach einem besonders schwierigen Start ins Zusammenleben mit den Menschen, was bei Bruno viele Narben hinterlassen hat, einer holperigen Tour in Deutschland von Ort zu Ort, einem mehr als einjährigen Aufenthalt in einer Pension, ist der Schäfi-Senior endlich am Ziel seiner Fahrt angelangt.
Nachdem er vor wenigen Wochen einen Kreuzbandriss erlitt - eine Diagnose, mit der die Vermittlungschancen erfahrungsgemäß bei eh schon unangefragten Hunden ins Bodenlose sinken - hatten wir die Hoffnung schon nahezu aufgegeben und uns fast damit angefreundet, dass der kuschelige Freund mit Pepp bis zum Ende seiner Tage in einer zugegebenermaßen sehr heimeligen, aber dennoch einer Hundepension fristen muss. Doch dann tauchte ein Lichtlein am Horizont auf. Und zwar in Form von zwei langjährig engagierten Tierschützer*innen, die sich bereit erklärten, unserem Bruno einen Gnadenplatz in ihrem Rudel zu geben.
Er lebt nun im hohen Norden in einem Haus mit großen Garten, zwei festen Hundefreunden und einem wechselnden Pflegehund.
Er wird bestens umsorgt, es wird mit ihm trainiert und vor allem hat er einen Ort gefunden, in dem er sein darf, wer er ist und Teil einer Familie. In seinen ersten Wochen hat er sich bereits super integriert, hat einen Ausflug an den Strand gemacht, sich ein gemütliches Bettchen ausgesucht und schon viel Vertrauen zu seinen Lebensbegleiter*innen geschöpft.
Wir sind so dankbar, dass er endlich diese wohlverdiente Chance erhalten hat!
Wir als Verein unterstützen Brunos Aufenthalt dort weiterhin finanziell und suchen daher weiterhin Paten für dieses wundervolle Tier, dem andere unserer menschlichen Art schon so viel Böses angetan haben, denn Bruno braucht regelmäßig physiotherapeutische Zuwendung. Wenn ihr euch daran beteiligen möchtet, schließt gerne eine Patenschaft für diesen Prachtkerl ab. Wir werden euch hier über ihn auf dem laufenden halten.
Danke an alle, die nicht aufgehört haben, an ihn zu glauben. Vor allem an die Patinnen und Paten, die ihn bis dato unterstützt haben, an das Team von The Big Foot Way, das ihn hervorragend für seinen letzten Schritt vorbereitet hat und natürlich von Herzen den beiden Menschen, die ihn zu sich genommen haben und ihm von nun an ihre ganze Liebe schenken!
Update Bruno, 07.02.2021:
Moin, Leude!
Wie lange lasst ihr mich noch warten? Ich bin jetzt mittlerweile seit einer echt langen Zeit auf meiner Pflegestelle. Klar, schlecht ist es hier nicht: Ich habe liebe Leute und ein tolles Rudel um mich rum. Aber es ist eben kein eigenes Zuhause.
Vielleicht habt ihr bereits vergessen wie cool ich bin, daher bringe ich euch hier nochmal die besten Facts:
  • Ich bin trotz meines in manch Augen fortgeschrittenen Alters noch sehr dynamisch. Ich mache gerne auch längere Spaziergänge mit. Allerdings habe ich keinen Bock durch die Stadt zu latschen oder auf einem Hundeplatz mit überdrehten Welpen zu spielen. Lieber ist mir da ne ruhige Umgebung und Quality-Time mit meiner besten Person.
  • Im Gegensatz zu vermutlich den meisten anderen auf dieser Website, kenne ich meinen eigenen Namen und höre auf ihn. Das darf allerdings gerne weiter geübt werden, denn was nicht regelmäßig geübt, Hund vergisst.
  • Ich bin definitiv nicht derjenige der dir jeden Wunsch von den Lippen abliest und ich erwarte schon von meinem Menschen, einen gewissen Wortschatz in Hundesprache zu haben. Sonst kommt es zu Misskomunikation und das ist mir zu anstrengend. Wenn du aber klar mit mir kommunizierst, mir liebevoll meine Grenzen zeigst und generell ne ruhige Seele bist, werde ich dein größter und treuster Fan sein und mich immer freuen, dich zu sehen.
  • Ich bin perfekt an den Maulkorb gewöhnt und möchte zu einer Person, die es nicht gruselt, ihn auch zu benutzen. So fühlst du dich sicherer und ich dadurch auch.
  • Bürsten mag ich nicht so gerne. (Aber siehe Punkt drüber)
  • Auch wenn ich gerne aufs Sofa würde, weiß ich mittlerweile, dass es mehr Sinn macht, wenn ich ein eigenes bodennahes Bett habe. Meine Pflegestelle sagt dazu "dass ich bei fehlender positiver Führung gerne Ressourcen beanspruche". Ich sage: Wir arrangieren uns.
  • Meine No-Gos: Kleine Kinder, Katzen und Kleintiere. Ich bin grundsätzlich verträglich mit Hunden, brauche aber nicht zwangsläufig einen Ersthund an meiner Seite. Aber darüber könnt ihr mit meiner Pflegemuddi reden, die kennt mich da teilweise besser, als ich mich selbst.
  • Brauche wohl nicht zu erwähnen, dass ich nur ein Auge habe. Außerdem hab ich manchmal Rücken. Da gibts aber auch verschiedenste Mittelchen und Wege. Gerne mehr dazu im persönlichen Gespräch mit Pflegemuddern.
Und jetzt spreche ich dich direkt an: Du bist entspannt, hast Erfahrung mit meiner Art, gibst nicht direkt auf, wenn ich mal diskutieren will, willst nicht, dass ich neben dem Fahrrad herrenne und wartest auf einen Hund, der dir sein Herz und das süßeste Lächeln Norddeutschlands schenkt? --> Bewirb dich, bidde! I c h w a r t e .

Update Bruno, 13.07.2020:

Moin Leute,

hier meldet sich mal wieder euer Bruno aus dem Off! Da sich irgendwie keine*r von euch Gaunern meldet, da ihr mich wohl für einen bemitleidenswerten Irren haltet, habe ich einen kleinen Imagewechsel vollzogen und zeige euch mal mein wahres, cooles Ich.

 

Etwas über mich:

Erstens, ich bin ganz klar ein Mann. Manche nennen mich einen Macker, aber wenn man sich die durchschnittliche menschliche Männlichkeit mal anguckt (und ja, ich bin in der Lage zu solchen Analysen), bin ich vermutlich ein relativ normaler Mann für eure Verhältnisse. Das bedeutet, dass ich zum Beispiel lieber mit Hunden abhänge, die keine Nervensägen sind.

Coole Typen wie mich kann ich gut ab und diese super-Weicheier kann ich auch tolerieren, weil sie mir leidtun.

Aber alles dazwischen finde ich schon ziemlich nervig. Generell muss ich sagen, so sehr ich gute Gesellschaft manchmal genieße, ich würde nicht meckern, wenn ich in meinem Zuhause keine anderen Vierbeiner habe - außer es sind mega coole Typen (über die Sache mit den Weicheiern müssten wir individuell sprechen). Und was euch Zweibeiner betrifft, finde ich es einfach schöner mit Leuten, die ähnlich ticken wie ich - die sich nicht davor scheuen, Entscheidungen zu fällen, sonst mache ich das nämlich (u.a. Stichwort Ressourcenverteidigung). Es versteht sich von selbst, dass dies alles aber ohne Gewalt erfolgen muss.

Sowas hatte ich schon mal, dahin zurück möchte ich nicht.

 

Zweitens, die Deppen haben nicht auf dem Schirm, wann ich geboren wurde, daher kann ich euch leider nur sagen, dass ich zwischen 8 und 10 Jahren alt bin, aber Leute: Wen interessieren schon Zahlen?! Mit mir kann man genauso cool Spazieren und die Wälder und Wiesen entdecken wie mit diesen aufgeblasenen Junghunden, nur dass ich sogar drinnen entspannen kann im Gegensatz zu denen.

 

Drittens, Leute, die ich mag und kenne, dürfen mich gerne massieren, kraulen oder andere Wellnesstreatments verpassen, bei Fremden kann ich darauf gut verzichten, aber Leute ganz ehrlich: Ihr doch auch, oder?

Die einzige Ausnahme ist Bürsten! Das kann ich nicht ab. Wenn das unbedingt sein muss, mache ich das nur mit Maulkorb.

Und zuletzt noch ein paar schnelle Fakten: Bin immer noch kastriert, immer noch 55 cm groß und mittlerweile sportliche 24 kg leicht.

Ich kann stundenweise alleine bleiben und bin selbstverständlich stubenrein.

Neulich würde mein Rücken durchleuchtet, weil irgendwer wohl dachte, ich wäre kaputt - bin ich aber nicht!

 

Im Ernst Leute, ich weiß nicht, wat es ist. Traut ihr euch nicht? Oder denkt ihr, ich bin zu alt? Oder stört euch mein fehlendes Auge?

Es kann doch nicht wahr sein, dass mich keine*r von euch cool findet?

Oder habt ihr Angst vor den Mädels von der Streunerhilfe?

Ey, die sind in Ordnung.

Schreibt denen mal ne Bewerbung und dann leiten die euch an mein Homegirl Janine weiter, die dann ein Treffen zwischen uns arrangiert. Was ist das Problem? Ich warte auf euch!

Update Bruno, 24.11.2019:

Bruno, Bruno ...war das der arme Hund, der mit der Eisenstange verdroschen wurde?
Ja liebe Freunde, Bruno ist unser Herzenshund.

Ein Hund, dessen Schicksal ganz Bulgarien kennt, der Schlimmes überlebt und den Glauben an uns Menschen dennoch nicht verloren hat. Vielleicht erinnert ihr euch an seine Geschichte, sie ist hier nachzulesen.
Nachdem sein Glück in Deutschland nur kurze Zeit währte, wartet er seit einigen Wochen in einer tollen Hundepension auf seine Menschen.  Wir suchen nun dauerhaft Paten für ihn, denn er wird weiterhin liebevoll trainiert, um auf seine Familie, die ganz sicher irgendwo auf ihn wartet, vorbereitet zu werden.

 

Spenden bitte mit dem Betreff "Bruno" versehen und an: [http://bit.ly/spenden-fuer-tiere](https://bit.ly/spenden-fuer-tiere…)

Streunerhilfe Bulgarien e.V.
Betreff: Bruno
IBAN: DE82460500010051038958
BIC: WELADED1SIE

Per paypal:
spenden@streunerhilfe-bulgarien.de

Oder ihr könnt eine monatliche Patenschaft für Bruno übernehmen: [http://bit.ly/tieren-helfen](https://bit.ly/tieren-helfen…)

Update Bruno, 01.08.2019:

Bruno ist gut in der Hundepension angekommen, dort kann er jetzt erstmal zur Ruhe kommen nach allem was er durch machen musste.

Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden und berichten immer fleißig wie es ihm so geht!

Juni 2019:

Brunos Happy End war schon geschrieben, denn alleine das er die Prügelattacke seines "Herrchens" überlebt hat grenzte schon an ein Wunder!

Jetzt brauchen wir für Bruno nochmal ein Wunder, denn unser Kämpfer verliert sein Zuhause :-(.

Bruno ist seit 4 Monaten in Deutschland, da er sich mit der dort lebenden Hündin nicht versteht und Revierverhalten zeigt. Zu Frauchen hat er eine Bindung, mit Herrchen ist es schwierig, was vermutlich auch auf seine Vorgeschichte zurückzuführen ist.

Bruno braucht unbedingt hundeerfahrene Menschen, die auch bereit sind, mit ihm zu Arbeiten und seine traumatischen Erfahrungen in seiner Vergangenheit berücksichtigen.

Plötzlich war es nur noch dunkel. Eng und dunkel.

Noch immer wedelte Bruno mit dem Schwanz.

Vielleicht war das ein lustiges neues Spiel?

Man hörte nur noch das Ratschen einer breiten Klebebandrolle, die sich eng um Brunos Körper schloss. Anfangs dachte er noch es wäre ein Spiel. Ein komisches Spiel, muss er wohl gedacht haben, als er in einen Plastiksack gestopft wurde und eng mit Klebeband umwickelt wurde. Als der erst Schlag auf ihn niederfuhr, wurde ihm bewusst, dass dies kein Spiel mehr war.

Er schrie so laut er konnte, doch niemand kam.

Die Schläge wurden immer mehr, bis er nicht mehr schreien konnte. Immer wieder schlug Brunos ehemaliger Besitzer mit einer Eisenstange auf ihn ein.

Bestraft werden sollte Bruno. Für eine Dummheit , die er gemacht hat.

Welche Dummheit, das weiß Bruno nicht mehr. Als ein Pflasterstein auf seinen Kopf flog, war der Schmerz vorbei. Er spürte nichts mehr. Vielleicht hörte er noch irgendwo im Unterbewusstsein die Schreie von einer Menschenmenge. Menschen, die Zeuge dieses brutalen Spektakels waren, den Täter festhielten und die Polizei holten. Die Polizei war es auch, die den leblosen und zerschmetterten Körper von Bruno in die Gemeindeklinik fuhren. An diesem Tag hatte Gabi, eine Ärztin des städtischen Kastrationszentrums Schicht. Als sie Bruno sah, blieb ihr Herz stehen.

Sie hatte schon viel gesehen, vielen Hunden der Stadt das Leben gerettet, aber Brunos Anblick war kaum zu ertragen. Ich hatte das Pech zufällig am nächsten Tag dort etwas zu tun zu haben und wollte mit Gabi über einen anderen Hund sprechen. Als sie mich an Brunos Box vorbeiführte, blieb ich stehen und sah einen angeschwollen, leblosen Haufen. Man konnte schwer erkennen, wo vorne und wo hinten war und ich selbst dachte für einen Moment der Haufen würde nicht einmal mehr atmen. Doch Gabi hatte Bruno versprochen, ihn aus dem Jenseits zurückzuholen.

Ihr Halbtagsjob wurde zu 24/7 Schichten.

Gabi gab nicht auf.

Bruno auch nicht.

Bruno verlor ein Auge, aber nicht seine Hoffnung und seinen Glauben an das Gute im Menschen. Heute nach 6 Monaten ist Bruno genesen. Manchmal, wenn man Bruno an einer bestimmten Stelle am Rücken anfasst, klappert er mit den Zähnen, so als wäre er ein Welpe, der zum spielen auffordert. Ich vermute aber eher, dass das mit seinem Trauma zu tun hat. Brunos Wunden sind äußerlich verheilt, seine seelischen erstmal auch. Nun ist es Zeit für einen Neuanfang. Für ein Leben als Hunde mit einem Menschen, der für immer Brunos Mensch sein wird. Der ihm die schönen Seiten des Lebens zeigt und dennoch umsichtig genug ist. Wir und seine Ärztin Gabi wünschen uns für ihn nichts sehnlicher als einen Besitzer, der ihn bedingungslos liebt, ihm kleine Unartigkeiten verzeiht und ihm zeigt, dass es sich gelohnt hat, um das Leben zu kämpfen. Bruno ist trotz seiner Fröhlichkeit ein Hund, der eine grausame Erfahrung hinter sich hat. Auch wenn er sich über Menschen freut und scheinbar ganz der alte ist, sollten seine neuen Menschen seine Geschichte nicht vergessen und für ihn neue Dinge wie "Stöckchen werfen" ganz behutsam ausprobieren.



Wenn Sie Bruno ein schönes Zuhause schenken möchten, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf oder füllen Sie gleich unser Bewerbungsformular aus.