weiblich, kastriert
geb. ca. 2021
Schulterhöhe ca. 45 cm
Pflegestelle in Sofia
verschmust, draußen noch unsicher, mag es ruhig, hunde- & katzenverträglich
April 2026:
Es wird Zeit, dass wir die kleine, süße Gaby endlich ins Scheinwerferlicht rücken. Damals zog sie das erste Mal in eine Wohnung zu einer Pflegestelle, die versprach, sich um sie zu kümmern, bis sie ein neues Zuhause gefunden hat.
Ein Jahr später muss Gaby diese Pflegestelle nun verlassen. Vielleicht ist es aber auch ein Glück im Unglück, denn inzwischen lebt sie in unserer Waldpension und wir können viel regelmäßiger und ausführlicher über sie berichten. Auf diese Weise bekommt sie hoffentlich endlich die Chance, in ihr Traumzuhause zu ziehen.
Gaby braucht etwa ein bis zwei Tage, um sich an ihre neue Bezugsperson und die neue Umgebung zu gewöhnen. Am Anfang lief sie noch etwas chaotisch durch die Wohnung und konnte sich nur schwer beruhigen. Sie erkundete jede Ecke, schnüffelte alles ab und sprang auf jede Couch – sie wollte einfach alles Neue kennenlernen.
Nach einem Tag begann dann die „Klette-Phase“: Nachdem sie die Wohnung kannte, folgte sie ihrer neuen Pflegestelle auf Schritt und Tritt und ließ sie nicht mehr aus den Augen. Die Nacht verbrachte sie brav in ihrem Bett, und wenn „Madam“ dringend raus musste, kündigte sie das mit einem leichten Fiepsen an und wartete geduldig auf den Gassigang.
Damit sind wir auch schon beim Thema Stadttauglichkeit: In der Stadt fühlt sich Gaby nicht wohl. Autos, entgegenkommende Menschen und viele Geräusche machen ihr Angst. Sie kann damit umgehen und löst sich auch draußen, aber die meiste Zeit läuft sie mit eingeklemmter Rute und unruhig an der Leine hin und her. Sobald es ruhiger wird – zum Beispiel hinter einem Wohnblock ohne Verkehr oder in einem abgelegenen Park – entspannt sie sich deutlich.
Spaziergänge im Wald hingegen liebt sie sehr. Dort läuft sie ruhig an der Leine, schnuppert interessiert und zeigt sogar Freude daran, kleine Entdeckungstouren zu machen.
Für Gaby suchen wir daher eine Familie, die eher am Stadtrand oder ländlich lebt, gerne Zeit in der Natur verbringt und ihr besonders am Anfang die nötige Ruhe und Zeit gibt, um anzukommen und Vertrauen zu fassen. Kinder können gern in der Familie sein, sollten aber keine Kleinkinder mehr sein.
Mit anderen Hunden hat Gaby kein Problem. Sie zeigt bisher wenig Interesse an ihnen und hat auch noch kein ausgeprägtes Spielverhalten gezeigt. Katzen gegenüber reagiert sie zu Beginn eher zurückhaltend, aber nach einer kleinen Eingewöhnung, versucht sie auch mit ihnen zu spielen.
November 2024:
Gabi hatte es in ihrem bisherigen kurzen Leben nicht leicht. Sie wuchs mitten in einem Industriegebiet auf und hatte eine Art Besitzer, der dort eine Autowerkstatt führte. Es kam was kommen musste und irgendwann wurde sie vermutlich angefahren. Einer älteren Frau, die in der Nähe Straßenhunde füttert, fiel das sofort auf. Der Werkstattbesitzer wollte von allem natürlich nichts wissen und auch die Hündin rausgeben wollte er nicht. Es half kein Betteln und Flehen. Einige Wochen später erhielt sie dann einen Anruf und plötzlich wolle er die Hündin loswerden. Wie durch ein Wunder benutzte Gabi inzwischen ihr Beinchen wieder. Dennoch ist immer noch eine kleine Lahmheit vorne zu sehen. Die Frau ging mit ihr zu drei verschiedenen Orthopäden, unter ihnen der berühmteste des Landes. Alle Ärzte sagen, dass man mit einer OP mehr Schaden als Nutzen anrichten würde und dass die Hündin keine Schmerzen habe. Das Röntgenbild zeigte einen alten Bruch unten an der Pfote und eine angeborene leichte Ellenbogenluxation. Gabi mag die Stadt nicht, obwohl sie in einem Industriegebiet aufgewachsen ist, oder vielleicht gerade deswegen.
Wenn sie in der Wohnung ihrer Pflegestelle ist, dann hat sie gern Kontakt zu anderen Menschen und auch mit dem etwas lauteren Kind, das zu Besuch kam, fing sie an zu spielen. Sobald es jedoch nach draußen geht, hat sie Angst, vor allem was es so in der Stadt Gruseliges gibt: Viele fremde Menschen, laute Geräusche etc.
Wir wünschen uns für Gabi einfühlsame Menschen, die Geduld mitbringen, eher ruhig wohnen und auch keinen lauten oder wuseligen Alltag haben. Ein Bürohund wird Gabi sicher nicht mehr werden. Sie bindet sich schnell an ihre Menschen, ist sehr verkuschelt und hat auch kein Problem mit anderen Hunden. Außerdem ist ihr 4D-Test negativ - damit steht einer Ausreise nichts mehr im Wege. Jetzt fehlt nur noch eine Bewerbung für die hübsche Hundedame mit den besonderen Ohren.
Wenn Sie Gabi ein schönes Zuhause schenken möchten, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf oder füllen Sie gleich unser Bewerbungsformular aus.