Marta- ein echtes Goldstück

 

 

 

Marta- eine Seele von Hund

Geschlecht: weiblich, kastriert

Alter: geb. ca. 2010

Rasse: Mischling

Größe: Schulterhöhe ca 65cm

Aufenthaltsort: Pflegestelle in Sofia

Charakter: ruhig,freundlich, lieb, sozial, katzenverträglich,stubenrein, kann alleine bleiben

 

 

 

Update Marta, 30.10.18:

Hallo Ihr da draußen, was soll ich sagen, das Leben geht super weiter. Diesen komischen Kragen bin ich los, da meine Verletzung gut verheilt ist.
Ich habe mich so gut ans Autofahren gewöhnt, dass ich nun sogar meine Beine sortieren kann und es schaffe, ins Auto zu springen. Ich setze mich mittlerweile auch sofort hin und schaue hinten aus dem Fenster. Mensch, da ist was los auf der Straße.

 

Ich bin sogar schon mit Hamee und Easy (die Frau nennt sie immer „Zwerge“ 2 x in die Türkei gefahren. Das dauert echt lang - ca. 4 Stunden – dann lege ich mich auch hin. Irgendwann kann ich halt einfach nicht mehr sitzen und die anderen liegen ja auch...
Mittlerweile weiß ich ja, dass sich diese Autofahrten lohnen. Meistens gehen wir anschließend schön spazieren, manchmal sogar am Strand. In der Türkei treffe ich immer den Rest der 4-beinigen Familie, den alten Kangal und eine Galgo-Dame. Da alle sehr nett zu mir sind, bin ich es natürlich auch.

Im Garten zu liegen, am liebsten in einer weichen Rasenkuhle finde ich am allerbesten. Ich bin dann ganz leise und schlummere von einem Spaziergang bis zum nächsten so vor mich hin. Echt entspannend!
Was soll ich Euch noch erzählen? Ach ja, meine „Tablettenrunde“ (1 Monat Doxicylin) habe ich hinter mir und erhole mich gerade davon. Am 12.11. soll ich eine Spritze bekommen. Das finde ich nicht gut, aber ich glaube, dass das sein muss. Ich will doch gesund werden und mein schönes Leben weiter genießen.
Übrigens, eigentlich bin ich nicht ängstlich, vor allem dann nicht, wenn meine Hundefreunde dabei sind. Da bin ich sogar so mutig, dass ich mein Rudel gegen fremde Straßenhunde verteidige, auch wenn meine Stimme nicht wirklich eindrucksvoll ist – eher etwas heiser. Die anderen machen bei einer solchen Situation auch immer Rabatz und da muss ich natürlich mitmachen. Wenn ich alleine Gassi gehen soll, ist das eher nicht mein Ding. Hinter vielen Zäunen bellen mich fremde Hunde an – das erinnert mich zu sehr an das schreckliche Tierheim, was mich wirklich gestresst hat. Da bleibe ich lieber Zuhause. So, nun weißt du, dass ich gerne in meinem endgültigen Zuhause einen souveränen Hundekumpel hätte und wenn Du dann noch einen Garten hast, in dem ich ab und zu bei schönem Wetter liegen darf...
okay, okay, man wird doch wohl träumen dürfen.... aber manchmal werden solche Träume doch wahr. Das habe ich zumindest gehört. *Seufz*

September 2018:

 

Freitag, 7. September 2018:

Heute ist mein Glückstag, auch wenn ich noch nicht weiß, dass es mein Glückstag ist, denn er fing wirklich nicht gut an. Ein Zwingernachbar zog meine Rute durchs Gitter in den Nachbarzwinger – warum er das gemacht hat, weiß der liebe Himmel – ich weiß nur, dass es höllisch weh tat. Zum Glück hat er irgendwann, nach einer gefühlten Ewigkeit, wieder losgelassen.

Puhhh! TH-Mitarbeiter holten mich aus dem Zwinger, denn irgendjemand scheint mich schreien gehört zu haben, und sie wollten nachsehen, was der Bursche bei mir angerichtet hatte. Was soll ich sagen, ich wollte keinen unter meine Rute schauen lassen – es tat wirklich höllisch weh und außerdem... wer lässt sich schon gerne den Popo anschauen. Unter meiner Rute wurden vom Gitter alle Haare abgerissen und die Haut aufgerissen und natürlich prangt neben meinem Po-Loch noch ein Loch von einem Zahn.
Also stehe ich da beim TH-Tierarzt und warte darauf, was mit mir passieren soll.

Plötzlich fährt ein Wagen vor und eine Frau steigt aus, die ja schon kenne. Juhuu!

Es ist die Frau, die mich das erste Mal aus dem Zwinger herausbuxieren konnte, obwohl ich mich eigentlich von niemandem anfassen lassen wollte. Irgendwann hat sie mich erwischt und seit dem habe ich angefangen, Menschen ein wenig zu vertrauen.

Das ist schon über ein Jahr her. Mein trauriges Zuhause ist der Zwinger mit meinen Zwingergenossen gewesen, an den ich mich nur langsam gewöhnen konnte.

Als die Frau das erste mal im Tierheim war, hat sie mich gesehen und einen riesengroßen Schrecken bekommen. Ich war Haut und Knochen!
Aber nun, wollt Ihr hören, wie mein Glückstag weiterging?

Die Frau hat mich doch tatsächlich mitgenommen. Sie hat gesagt, dass meine Pechsträhne nun zu Ende ist, dass ich – auch wenn ich vielleicht äußerlich keinen Schönheitspreis gewinnen kann – innerlich der feinste Hund bin, den sie bisher kennengelernt hat. Ich bin ins Auto eingestiegen und wir sind losgefahren.

Ihre beiden Hunde waren schon im Auto. Sie haben mir gezeigt, dass man im Auto keine Angst haben muss. Zuhause angekommen, musste ich in die Dusche, meine Verletzung wurde desinfiziert und versorgt und dann ging's nochmals ins Auto und zu einer anderen Frau. Auch die kenne ich schon! Auch sie kam jede Woche ins Tierheim und streichelte mich und lief mit mir spazieren. Na jedenfalls ist es bei ihr echt schön. Sie ist etwas sonderbar, denn ich bekomme solche kleinen Kügelchen. Wirklich witzig, aber irgendwie, zusammen mit Sprays und Cremes, scheint alles zu helfen, denn es fühlt sich schon viel besser an, dieses zweite Loch an meinem Popo. Ich glaube es ist bald ganz weg.
Da ich weiß, dass die Frau lieb ist, habe ich auch alles ohne zu mucken mitgemacht. Manchmal habe ich etwas Angst, aber nun, nach mittlerweile 6 Tagen, bin ich schon viel cooler. Die ersten 2 Tage habe ich fast komplett verschlafen. Die Frau kam sogar ab und zu, um zu schauen, ob ich noch atme. Ich war nur einfach sooo unendlich müde und erschöpft, außerdem habe ich das erste Mal in meinem Leben wie auf einer Wolke gelegen. Da konnte ich doch nicht so schnell wieder aufstehen.

Wisst ihr wie sich das anfühlt? Nach all der Zeit keine Palette, sondern eine Art Wolke unter dem Körper zu haben?

Jetzt bin ich erholt und laufe auch die spannenden Runden durch den Wald oder die Nachbarstraßen ohne Probleme mit. Autos, Menschen, Kinder, Katzen usw. kenne ich, denn ich habe mich vor dem Zwingeraufenthalt auf der Straße durchgekämpft.

Da ich eine „Lady“ bin, weiß ich auch, dass man sauber sein muss und mache natürlich mein Geschäft draußen. Ich habe mir sagen lassen, dass es nach einem Leben auf der Straße und min. 1,5 Jahre im Zwinger erstaunlich ist, dass nicht ein einziges Pipipfützchen in der Wohnung gelandet ist. Ich finde das wirklich nur normal und möchte „meiner Frau“ auch keine Sorgen machen. Ich brauche wohl nicht extra zu erwähnen, dass ich ohne Probleme alleine bleibe, derzeit natürlich mit meinen Hundekumpeln. Selbstverständlich bleiben die Möbel heile und Gesang war noch nie meine Stärke also bin ich grundsätzlich eher still. Allerdings freue ich mich schon, wenn sie von der Arbeit kommt. Das muss ich zugeben. Dann stehe ich mittlerweile auch von meinem bequemen Bett auf, um sie zu begrüßen.

Demnächst muss ich Tabletten nehmen, da ich Herzwürmer habe – Gott sei Dank nur im Stadium 1. Die Behandlung soll so ca. 3 Monate dauern und dann freue ich mich auf ein Zuhause, dem ich zeigen kann, wie super ältere, erfahrene, coole Damen sind, da die Frau zu mir gesagt hat, dass ich hier leider nicht bleiben kann, da sie selber schon 4 Hunde hat.

Das finde ich sehr, sehr schade, aber - „hey“, ich genieße das allererste Mal in meinem Leben Streicheleinheiten und nette Worte und ich werde nicht mehr gewaltsam mit der Fangstange aus dem Zwinger geholt. Das ist mehr, als ich jemals zu träumen gewagt hätte, denn normalerweise ruft bei mir keiner entzückt, wie süß und knuffig ich denn sei. Alles Quatsch sagt die Frau – sie findet mich zum Knutschen!

Das ist Balsam für mein Seele – seufz!

Sie lässt sich von nichts aus der Ruhe bringen :-)
Sie lässt sich von nichts aus der Ruhe bringen :-)

       Bilder sagen manchmal mehr als Worte..... Hättet ihr sie da lassen können?

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