Wie alles begann

Das Kettenlager

 

"Camp der Verstoßenen" in Plovdiv, Bulgarien

 

Dieses schreckliche Kettenlager befand sich in Bulgarien, außerhalb der Stadt Plovdiv, im Niemandsland. An diesem Ort hielt ein älterer Mann, aus falsch verstandener Tierliebe, viele arme Kreaturen an der Kette.

 

Ursprünglich war seine Idee vielleicht aus einem Tierschutz-Gedanken geboren, verwandelte sich aber bald in eine Tiersammel-Krankheit.

Dem Mann ist das Ganze einfach über den Kopf gewachsen.

 

 

 

 

Anfang des Jahres 2011

 

... befanden sich circa 50 Hunde in dem Kettenlager.

Sie lebten unter allerschlimmsten Bedingungen: Sie wurden nicht täglich gefüttert, waren halb verhungert und im Dreck und Matsch an einer nur einen Meter kurzen Kette angebunden - und blieben ohne medizinische Versorgung.

 

 

 

Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, diesen Hunden zu helfen und gleichzeitig diesen Wahnsinn des alten Mannes zu stoppen.

Unter der Bedingung, dass er keine neuen Hunde mehr anketten würde, haben wir uns bereit erklärt zu helfen. Die Unterstützung bestand in erster Linie darin, die Hunde vor Ort zu versorgen, zu füttern, zu sozialisieren und schließlich auch in ein gutes Zuhause zu vermitteln. Bislang hat sich der alte Mann an die Abmachung gehalten und keine neuen Hunde mehr aufgenommen.

 

Die Hunde dort leiden nun zwar nicht mehr unter Hunger, jedoch hausen sie weiterhin unter schlimmen Bedingungen. Temperaturen im Sommer bis zu 40 Grad im Schatten und oftmals kein Wasser machen den Hunden zu schaffen. 

Die Tierschützerinnen, die sich nun vor Ort einsetzen, gehen täglich in das Kettenlager, um die Hunde zu füttern - auch im Winter, wenn die Temperaturen auf bis zu -20 Grad sinken können.

 

 

Viele der ehemals 50 Hunde durften das Lager bereits verlassen und konnten in liebevolle Hände abgegeben werden. Trotzdem sind immer noch einige Hunde angebunden und suchen nach einem schönen Zuhause.

 

 

Dina
Dina

Es mangelt vor allem an Pflegestellen, die die Hunde aufnehmen können, um ihnen den Weg in ein besseres Leben zu ermöglichen. Die wenigen Pflegestellen in Bulgarien sind voll, so dass es für die Hunde sehr lange Wartezeiten gibt.

 

Wir sind uns mehr als bewusst, dass es keine tierschutzgerechten Bedingungen sind, unter denen die Hunde an diesem Ort leben müssen. Um so mehr sind wir um jede einzelne Seele bemüht, die wir aus diesem "Lager" herausholen können.

 

Kettenhündin Dina hatte Glück! Sie war die erste Hündin, die das Kettenlager im März 2011 verlassen durfte und die ihr  Zuhause gefunden  hat. 

 

Dank vieler tierlieber Menschen konnten wir im Herbst 2011 für alle, noch im Kettenlager verbleibenden Hunde, 21 Hundehütten kaufen - Rückzugsmöglichkeiten und Schutz gegen Sonne, Wind und Regen.

Vielen Dank dafür!

 

 

 

 

 

 

Im Jahr 2012:

 

Es befinden sich glücklicherweise nur noch wenige Hunde an diesem Ort.

Doch jeder Einzelne ist zuviel! Die meisten der noch in diesem Hundelager lebenden Hunde  sind extrem scheu und ängstlich. Sie brauchen viel Zeit und Verständnis, damit sie Vertrauen gewinnen. Manche der Kettenhunde sind Menschen auch nicht (mehr) zugetan, schnappen und sind nicht mit gutem Gewissen zu vermitteln.

So ist es sehr schwierig Plätze für die Hunde zu finden, für die wir erfahrene Endstellen sowie Gnadenhofplätze suchen. Bis dahin müssen die Hunde - so gut wie es eben möglich ist - versorgt werden.

 

 

 

Auch im laufenden Jahr 2013

 

... konnten weitere Hunde, wie Tanja , Katty und Toshko

das Lager verlassen und zu Galia, auf unsere erfahrene Pflegestelle bei Plovdiv umziehen. Dort lernen sie erst einmal ein Leben ohne Kette kennen und zeigen sich oft dann auch von einer ganz anderen Seite. Der erste Schritt zu einem glücklichen Hundeleben.

 

 

Links, Toshko noch im Kettenlager und

unten auf seiner Pflegestelle in Deutschland.

Hoffnung auf ein schönes Leben!
Hoffnung auf ein schönes Leben!
 
Am 18.4. 2013,  endete etwas genau dort, wo es anfing:
 
Im "Camp der Verstossenen" in Plovdiv, Bulgarien – ein Kettenlager oder ein Ort, an dem ein alter Mann über 53 Hunde an der Kette hielt und sich deren Retter nannte.
 
Der Camp der Verstossenen existiert nun nicht mehr!
 
Vor rund 2,5 Jahren hatten wir es uns als Ziel vorgenommen, diesen armen Wesen zu helfen, sie nicht nur medizinisch zu versorgen und zu füttern, sondern auch zu re-sozialisieren, in Pflegestellen aufzunehmen und in gute Endstellen zu vermitteln. Nach sehr vielen Anstrengungen ist es nun soweit: Diesen Ort gibt es nicht mehr! Alle Hunde konnten wir dort befreien, es hat zwar lange gedauert und manchmal waren wir verzweifelt, des öfteren auch wütend! Denn so manches Mal befreite man dort ein paar Hunde und an deren Stelle brachte der alte Tiermessi ein paar Tage später wieder neue Hunde dazu. Einfach zum Verzweifeln!
Alles in allem konnten dort über die Jahre ca. 60 Hunde gerettet werden – dank des großem Engagement der Leute vor Ort und der übermenschlichen Anstrengungen von Galia und Vlado, denn sie haben als Hauptpflegestelle die meisten dieser verstörten und verängstigten Wesen aufgenommen und wieder in ein normales Leben geführt!
Auch die letzten Hunde, die wir in den vergangenen Tagen und Wochen von der Kette befreien konnten sind nun bei Ihnen untergebracht und warten auf ihre Chance, auf ein schönes liebevolles Zuhause.
 
Auf ein Zuhause warten noch: Didi, Johny, Rashko, Buck, Nelly, Rita, Lisa, Liska
Auf Pflegestelle in Deutschland sind: Toshko, Linda und Zezi.
Wir trauern sehr um Katty, die uns diese Woche für immer verlassen hat, so nahe am Glück.

Unsere bezaubernde Jeena - sucht immer noch ganz dringend nach einem liebevollen Zuhause oder einer Langzeitpflegestelle. Jeena wird natürlich Deutschlandweit vermittelt, denn wir sind fest davon überzeugt das es auch für sie irgendwo die richtigen Menschen gibt :-). 
Die Maus hat es so sehr verdient, auf ihre alten Tage noch mal in einem liebevollen Zuhause glücklich zu werden. Wer möchte ihr sein Herz für immer schenken?

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