Silistra - getreten und weggeworfen

Silistra

 

*Paten gesucht* 

 

18. November 2017

Silistra's bisheriger medizinischer Report in Kurzfassung:

Silistra wurde am 16.08. in die Klinik eingeliefert. Sie hatte eine schwere Verletzung am Kopf, sowie eine schwere Verletzung im Gesichts- und Kieferbereich. Blutungen an der vorderen Augenkammer beider Augen.

 

17.08. Osteosynthese der frakturierten Maxilla. Plastische Chirurgie am Gaumen aufgrund einer sehr hohen und tiefen Fistel, die den gesamten Schluckbereich des weichen Gaumens umfasst. Es wurde eine Ernährungssone (Ösophagussonde) gelegt und viel rhinale Knochensequester entfernt. Im Nachgang wurden alle Implantate wieder entfernt. Aufgrund der Verletzung haben sich die Netzhäute beider Augen gelöst.

 

24.10. – Kastration. Während der Operation wurde festgestellt, dass eine Mikrooronasale Fistel sich erneut geöffnet hat mit einer Größe von 2/4 mm genau in der Mitte von jener, die am 17.08. operiert wurde. Es wurde wieder chirurgisch eingegriffen. Wenn in den nächsten Wochen sich wieder eine Fistel öffnet, muss mittels CT festgestellt werden, ob eine tiefe whinale Sequestrierung vorliegt und es eventuell notwendig ist, sich invasiv Zutritt zum Nasenraum zu verschaffen um die Sequester zu entfernen.

26. September 2017

Tapfere Silistra kämpft sich zurück ins Leben.

 

Vor rund einem Monat haben wir Euch gebeten, uns bei der Rettung von Silistra zu helfen. Heute wollen wir Euch erzählen, wie Ihr das getan habt. 

 

Wir ließen Silistra einige Tage nach ihrer Ankunft operieren, als das Risiko noch minimal war. Auf die zerbrochenen Wangenknochen wurden vorübergehende Implantate gelegt, der gebrochene Gaumen wurde vernäht und der verschobene Kiefer - so gut wie möglich mit einem Halter positioniert. Leider konnten die Tausende von kleinen Knochen in ihrer Nase nicht korrigiert werden. Bereits als Silistra unter Narkose war, positionierten die Tierärzte eine Sonde, durch die Silistra ernährt wurde, so dass keine Nahrung im Kiefer gelangt, um nicht den Genesungsprozess zu gefährden. Als wir uns sicher waren, dass die Schwellung und der Druck im Auge normal ist, wurde die Augenuntersuchung durchgeführt, von der wir erfahren haben, dass der Schlag die Ablösung der beiden Netzhäute verursacht hat und Silistra nicht mehr sehen kann. Vor zwei Wochen entfernten wir den Halter und die Implantate und die Tierärzte fanden, dass alle Teile gut geheilt sind. Allerdings verweigerte es Silistra, zu fressen, sogar wenn wir die unterstützte Fütterung stoppten. Vor ein paar Tagen entfernten wir die Sonde. Am nächsten Tag begann Silistra, allein aus der Spritze zu fressen und einen Tag später fing sie an, sich selbst zu ernähren. Heute muss sie bei nur etwa 30 Prozent der Fütterung unterstützt werden. Gestern waren die Tierärzte kategorisch - Silistra war gesund und erhielt ihre erste Impfung. Und sie bedankte sich bei denen mit ihrem kleinen seltsam Schnurren - aufgrund der fehlenden Knochen in ihrer Nase hört sich ihr Schnurren wie ein Grunzen an, aber für uns ist das der süßeste Klang.

 

Freunde, auf die Fotos und dem Video im Album von Silistra könnt Ihr den ganzen Weg sehen, den wir durchmachen mussten. Danke, dass Ihr uns und sie unterstützt habt. Wir brauchen etwas mehr Hilfe und Glück, damit wir Euch ganz bald bitten können, ein Zuhause für dieses unglaubliche Mädchen zu finden. Und wenn ihr unserem tapferen Mädchen weiterhin helfen möchtet, könnt ihr das mit einer Spende für ihre Tierarztrechnung tun: Bitte überweist mit dem Verwendungszweck Silistra auf unser Spendenkonto, oder übernehmt eine Patenschaft:

 

Spendenkonto

Streunerhilfe Bulgarien e.V.

Konto-Nr: 51038958

BLZ: 46050001

Bank: Sparkasse Siegen

 

Für SEPA-Überweisungen:

IBAN: DE82460500010051038958

BIC: WELADED1SIE

 

Oder per paypal:
kontakt@streunerhilfe-bulgarien.de

 

Selbstverständlich halten wir Euch über Silistras Entwicklung auf dem Laufenden!

22. August 2017

Schmerzen und Leid gehören zu unserem Alltag und wir waren der Meinung, dass uns eigentlich nichts mehr schockieren und tief verletzen kann.

 

Mit jedem neuen brutalen Fall stumpft man weiter ab und beim nächsten Mal empfindet man keine Schmerzen mehr, sondern man hilft einfach, ohne groß darüber nachzudenken. Es ist eine Tatsache, dass der Schmerz ein fester Teil unseres Alltags geworden ist. Wir sind daran gewöhnt, verletzt zu werden und die Schmerzen können uns nichts mehr antun. 

Die überfahrenen, rausgeschmissenen, getretenen Tiere nehmen wir einfach auf und tun unser Bestes, unsere Gefühle dabei auszuschalten. Unsere abgehärtete Psyche sagt uns inzwischen, dass der Schmerz dazugehört. Er ist zu Normalität geworden. So dachte ich ebenfalls, bis mir der Tierarzt mitteilte, dass schon wieder ein Lebewesen namens Mensch, für das erbärmliche Leiden unseres neuesten Falls verantwortlich ist.  

 

Ich habe dann realisiert, dass man sich an diesen Schmerz doch nicht komplett gewöhnen kann. Und ich frage mich – wenn unser Bewusstsein, das ständig mit solchen Grausamkeiten konfrontiert wird, immer wieder erschüttert werden kann... was hat dann die Person, die dieses Leiden verursacht hat, für ein Bewusstsein? Besitzt sie überhaupt eines? 

 

Silistra wurde vor 2 Tagen spät am Abend in einer kleinen Stadt in Bulgarien gefunden. Sie lag zusammengerollt auf dem Bürgersteig und wartete auf den Tod. Der junge Mann hat sie zufällig bemerkt – erst fiel ihm das Blut auf und dann die dazugehörige Katze. Wir haben es geschafft, noch am selben Abend die Katze nach Sofia in die Klinik zu transportieren und nach den ersten Untersuchungen waren sich die Tierärzte einig – Silistras Verletzungen wurden durch einen außergewöhnlich starken und brutalen Tritt verursacht. Leider ist Silistra keine typische Straßenkatze – trotz allem und trotz Schmerzen, ist sie sehr ruhig und sehr zutraulich Menschen gegenüber. Wir gehen davon aus, dass diese Tatsache sie zu leichtem Opfer gemacht hat. Die Diagnose, die ihr durch den Tritt zugeführt wurde, ist, dass ihr Gaumen geplatzt ist und sie riesengroße Blutergüsse in den Augen hat. Die Wangenknochen sind gebrochen und die Möglichkeit, dass sie mehrere kleine Frakturen in der Nase hat, ist auch groß. Die Schwellungen sind so enorm, dass sich alle Teile ihres Gesichts angeglichen haben. Sie ist sehr lieb und trotz allem, was ihr zugestoßen ist, trotz der langen Reise, die fast die ganze Nacht gedauert hat, trotz der unzähligen Untersuchungen heute, hat sich Silistra sehr geduldig verhalten und hat nicht versucht, nach den Tierärzten zu schnappen oder sich zu wehren. Sie ist glücklicherweise nicht schwanger, aber leider hat sie vor kurzem entbunden und ihre Babys sind auch irgendwo dort. Wir werden nach ihnen in den nächsten Tagen suchen und wir hoffen sehr, dass wir sie unverletzt finden werden. Ich hoffe sehr, dass wir mit eurer und ihrer Hilfe das schaffen. Wir können das Böse nicht besiegen, aber zumindest können wir versuchen, ihr Vertrauen in uns zu rechtfertigen.

 

Bitte unterstützt uns mit einer Spende für Silistras Behandlungskosten!

 

Bitte überweist mit dem Verwendungszweck Silistra auf unser Spendenkonto, oder übernehmt eine Patenschaft:

 

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