Silistra - Getreten und weggeworfen.

Silistra

 

*Paten gesucht* 

22. August 2017

 

Schmerzen und Leid gehören zu unserem Alltag und wir waren der Meinung, dass uns eigentlich nichts mehr schockieren und tief verletzen kann.

 

Mit jedem neuen brutalen Fall stumpft man weiter ab und beim nächsten Mal empfindet man keine Schmerzen mehr, sondern man hilft einfach, ohne groß darüber nachzudenken. Es ist eine Tatsache, dass der Schmerz ein fester Teil unseres Alltags geworden ist. Wir sind daran gewöhnt, verletzt zu werden und die Schmerzen können uns nichts mehr antun. 

Die überfahrenen, rausgeschmissenen, getretenen Tiere nehmen wir einfach auf und tun unser Bestes, unsere Gefühle dabei auszuschalten. Unsere abgehärtete Psyche sagt uns inzwischen, dass der Schmerz dazugehört. Er ist zu Normalität geworden. So dachte ich ebenfalls, bis mir der Tierarzt mitteilte, dass schon wieder ein Lebewesen namens Mensch, für das erbärmliche Leiden unseres neuesten Falls verantwortlich ist.  

 

Ich habe dann realisiert, dass man sich an diesen Schmerz doch nicht komplett gewöhnen kann. Und ich frage mich – wenn unser Bewusstsein, das ständig mit solchen Grausamkeiten konfrontiert wird, immer wieder erschüttert werden kann... was hat dann die Person, die dieses Leiden verursacht hat, für ein Bewusstsein? Besitzt sie überhaupt eines? 

 

Silistra wurde vor 2 Tagen spät am Abend in einer kleinen Stadt in Bulgarien gefunden. Sie lag zusammengerollt auf dem Bürgersteig und wartete auf den Tod. Der junge Mann hat sie zufällig bemerkt – erst fiel ihm das Blut auf und dann die dazugehörige Katze. Wir haben es geschafft, noch am selben Abend die Katze nach Sofia in die Klinik zu transportieren und nach den ersten Untersuchungen waren sich die Tierärzte einig – Silistras Verletzungen wurden durch einen außergewöhnlich starken und brutalen Tritt verursacht. Leider ist Silistra keine typische Straßenkatze – trotz allem und trotz Schmerzen, ist sie sehr ruhig und sehr zutraulich Menschen gegenüber. Wir gehen davon aus, dass diese Tatsache sie zu leichtem Opfer gemacht hat. Die Diagnose, die ihr durch den Tritt zugeführt wurde, ist, dass ihr Gaumen geplatzt ist und sie riesengroße Blutergüsse in den Augen hat. Die Wangenknochen sind gebrochen und die Möglichkeit, dass sie mehrere kleine Frakturen in der Nase hat, ist auch groß. Die Schwellungen sind so enorm, dass sich alle Teile ihres Gesichts angeglichen haben. Sie ist sehr lieb und trotz allem, was ihr zugestoßen ist, trotz der langen Reise, die fast die ganze Nacht gedauert hat, trotz der unzähligen Untersuchungen heute, hat sich Silistra sehr geduldig verhalten und hat nicht versucht, nach den Tierärzten zu schnappen oder sich zu wehren. Sie ist glücklicherweise nicht schwanger, aber leider hat sie vor kurzem entbunden und ihre Babys sind auch irgendwo dort. Wir werden nach ihnen in den nächsten Tagen suchen und wir hoffen sehr, dass wir sie unverletzt finden werden. Ich hoffe sehr, dass wir mit eurer und ihrer Hilfe das schaffen. Wir können das Böse nicht besiegen, aber zumindest können wir versuchen, ihr Vertrauen in uns zu rechtfertigen.

 

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