Juri - auch er verdient eine Chance

 

Juri, männlich, kastriert, 

geimpft, geb. ca. 2008, FIV+

 

 

 

Aufenthaltsort: Sofia, Bulgarien

Haltung: Vermittlung zu ruhige Katzen oder Einzelhaltung, reine Wohnungshaltung (ohne Freigang)

FIV-Test: positiv

FeLV-Test: negativ

Handicaps: Stomamtitis

Verträglich mit 

- Kindern: ja

- Katzen: unbekannt, aber mit ruhigen Katzen bestimmt

- Hunden: ja

 

 

                                                                   *Dringend Zuhause oder PS gesucht*

 

 

 

 

 

16. Juli 2019

Wir möchten gern die Suche für ein Zuhause oder auch Gnadenplatz für Juri neu aufnehmen.

Juri wurde im Februar 2017 von der Straße gerettet in sehr schlechtem Zustand. Man diagnostizierte ihm mit Knochenkrebs, doch dies widerlegte sich als Diagnose und unsere Entscheidung das Bein nicht amputieren zu lassen erwies sich als die richtige. Zwei Monate später musste er dann allerdings 3 Monate lang mit einer Halskrause leben, denn er hatte eine Schrotkugel im Bein, die ihn irgendwie so sehr störte, dass er sich eine Wunde ins Bein leckte und die Wunde danach wegen seinem FIV nicht normal schnell verheilen konnte.

Dann im Juli 2018 wurde Juri mit schwerer Stomatitis diagnostiziert und muss seitdem jeden Monat eine Steroiden-Spritze bekommen, so dass er schmerzfrei fressen und leben kann. Man merkt leicht wann es soweit ist, denn er verweigert irgendwann das Futter. Damit wir entscheiden, ob eine OP, bei der alle Zähne entfernt werden, vielleicht helfen würde, legte man Juri in der Klinik in Narkose und machte eine detaillierte Inspektion des gesamten Munds. Leider bestätigten die Ärzte unsere Vermutung und selbst wenn man alle Zähne ziehen würde, so wird das keine Linderung für ihn bringen. Deshalb entschieden wir uns dies nicht zu tun, sondern man zog ihm nur zwei verfaulte Zähne, welche ihm offensichtlich sehr starke Schmerzen bereiteten, denn seitdem geht es ihm sichtlich besser.

Es bricht uns das Herz ihn weiterhin Tag in, Tag aus, allein zu sehen. Er hat zwar ein sicheres Plätzchen am Dachboden, wo er verbleiben darf – dort bewohnt er eine winzige Küche, einen winzigen Flur und ein winziges Bad. Allerdings ist er fast rund um die Uhr allein. Es geht nur jeden Tag jemand hin, der ihn füttert und sein Katzenklo sauber macht. Allerdings ist die Zeit, die er dann mit einem Menschen verbringt, kaum länger als 30 Minute...

Was denkt er wohl in der restlichen Zeit?? Die Einsamkeit ist sein Kumpel und er leidet darunter.

Denn es ist nichts mehr übrig vom einstigen wilden Kater, der fauchte und knurrte, wenn er nur einen Menschen in seiner Nähe sah. Nun möchte er gern in Menschengesellschaft sein, er liebt es sich um die Beine zu schmiegen, während man sein Fressen vorbereitet und er lässt sich auch streicheln, wenn auch nicht überall am Körper. Ok, er ist auch nicht der Kater, der ihnen sofort in den Schoss springen wird und vielleicht wird er vorerst die meiste Zeit sich verstecken und nichts mit den Menschen zu tun haben, aber eigentlich sind wird optimistisch und denken, dass Juri nun soweit ist und durchaus gern und von allein mit Menschen in Gesellschaft sein will. Wir stellen uns durchaus vor, dass er nicht lieber tun wird, als am Bettrand bei ihnen zu schlafen und tagsüber von der Fensterbank aus gern alles draußen beobachtet.

Man muss auch wissen, dass all sein Fauchen und Grummeln nur der Versuch ist, einem Angst zu machen. Er kann durchaus auf den Arm genommen werden um ihn in die Box zu setzen, so dass man ihn dann zu Tierarzt für seine Spritze bringt. Er wird zwar die ganz Zeit grummelig sein, doch wenn der Tierarzt erfahren ist und einen guten Umgang mit solchen Tieren hat, ist es kein Problem ihn zu „handeln“. Wir stellen auch gern Videos zu jedem solchen Umgang mit ihm zur Verfügung und stehen natürlich auch immer mit Rat zur Seite. Das Einzige, was wir uns für Juri wünschen ist ein Plätzchen, wo er nicht mehr allein ist. Er hat es wirklich nicht verdient soooo einsam zu leben.

Wir wissen nicht, wie er sich anderen Katzen gegenüber verhalten wird, doch wir denken nicht, dass das ein Problem sein wird, sobald die andere Katze ihn nicht bedrängt. Er kennt auch Hunde, denn seine Retterin hat eine Hündin und nimmt sie oft mit, wenn sie zu Juri geht um ihn zu füttern. Anfangs war er skeptisch, doch er benimmt sich nicht angreiferisch.

Männern gegenüber ist Juri sehr positiv gesonnen. Auch Kinder kennt er und er lässt sich auch von ihnen streicheln, jedoch muss es ein Kind im Alter sein, in welchem es versteht, dass er nicht bedrängt werden darf und auch nicht überall angefasst werden mag.

Falls jemand Erfahrung hat mit Stomamtitis, so wäre das natürlich von Vorteil für Juri. Er frisst nur Nassfutter, das ist sehr wichtig. Juri hat mittlerweile die Tollwutimpfung.

 

Wer schenkt Juri eine Chance?

 

Wenn Sie Juri ein liebevolles Zuhause schenken möchten, bewerben Sie sich hier! Bei Fragen hier klicken!

 

17. September 2018

Unsere Iva aus Bulgarien schickt uns ein Update zu dem süßen Juri:

"Wir haben beschlossen Juri auf Juli umzubenennen. Wir hoffen einfach, dass ihm der Name Juli mehr Glück bringt und er sich in Zukunft so wohl fühlt, wie es endlich ab Mitte Juli dann war. Wir hoffen, dass ihm sein neuer Name auch ein Zuhause bringt – einen Menschen, der ihm einfach Ruhe und Liebe schenken möchte für die Zeit, die ihm bleibt.

Nach vielen vielen Wochen, die Juli mit dem Halskragen verbringen musste, weil die Wunde am Bein sehr sehr lange Zeit gebraucht hat um zu verheilen, war es endlich so weit und die lästige Lampe durfte runter. Endlich durfte Juli sich normal bewegen, sich dann putzen, wenn er wollte und überhaupt, es ging ihm gut.

Es ging ihm allerdings nicht nur deshalb gut, weil der Halskragen ab war, sondern , weil wir raus finden konnten, dass seine Probleme mit dem Maul durch das spritzen von Steroiden, gelindert werden kann und er dadurch ein Monat ohne Schmerzen leben kann. Einmal im Monat muss er somit die Spritze bekommen.

Die Diagnose, die er bekam (Lymphozytoplasmatische Stomatitis) brachte die Option mit sich, ihm alle Zähne ziehen zu lassen. Dies wurde uns von der Klinik empfohlen, allerdings haben wir uns erstmal dagegen entschieden. Die Gründe für unsere Entscheidung waren auf der einen Seite, dass es keine Garantie gibt, dass diese schwere OP eine langzeitige Lösung bringen wird, und auf der anderen Seite – es ist halt eine sehr schwere OP, bei der alle Zähne, die vor allem bei Juri gesund sind, gezogen werden müssen, d.h. rausoperiert werden.

 

So hat jetzt Juli seine 2 Spritze Steroiden bekommen und die Besserung dadurch ist immens. Einen großen Vorteil letztendlich hat die langen Kragengeschichte und der aufgezwungene Kontakt mit sich gebracht – Julis Charakter hat sich vollkommen verändert! Er sucht Menschenkontakt! Er möchte sich an die Beine schmiegen und neben dem Menschen liegen. Ok, er hat weiterhin seine Momente des Fauchens und er mag es nicht, dass man ihm außer am Kopf und Hals irgendwo anders anfasst, aber bei ihm ist diese Veränderung wie ein Quantensprung!

Wir suchen deshalb um so mehr einen Platz, wo Juli seine restliche Lebenszeit verbringen darf. Ein Platz, wo er so angenommen wird, wie er ist – kein Schmusekätzchen. Ein Platz, wo man bereit ist, ihm die Zeit zur Eingewöhnung zu geben und wo man sich bewusst ist, dass er weiterhin medizinisch versorgt werden muss. Denn vielleicht kommt es irgendwann leider dazu, dass man ihm dann alle Zähne ziehen muss, wir wissen es im Moment nicht.

Juli liebt es in der Sonne zu liegen und diese geniesst er sichtbar. Ein Herzenswunsch von uns ist es, Juli in ein Für-Immer-Zuhause zu sehen, wo er beruhigt seine Zeit noch leben darf."

 

Auch Juli hat eine Chance verdient, wer gibt sie dem Sonnenanbeter?

 

17. Mai 2018

Unsere Iva aus Bulgarien schreibt:

"Juri ist einer dieser Kater, bei dem viele Leute gesagt haben, dass ich es lassen soll.

Aber ich kann nicht und es ist ein sehr starkes inneres Gefühl, das mir sagt, nein, du musst und wirst kämpfen. So war es von Anfang an bei der Geschichte und so wird es auch bis zum Ende sein - ich will für ihn kämpfen! Denn ich weiss, dass er auf der Straße nun nicht mehr als einige Tage überleben würde.

 

Vor nun 3 Monaten rief mich eine meiner besten Freundinnen an und bat mich, ihr beim Einfangen eines verletzten Katers zu helfen. Sie schickte mir zwei Videos, auf denen man deutlich sah, dass der Kater eine schwer verletzte Hinterpfote hat und wir vermuteten entweder einen Bruch des Hinterbeines oder einen solchen plus einen Bruch im Bereich der Hüfte. Am nächsten Tag waren wir vor Ort mit einer großen Box und mit einer Dose leckeren Futters. Der Kater kam sofort aus dem Keller, in dem er sich versteckte. Ein riesiges Tier, ich denke ich habe noch nie einen größeren Kater gesehen. Es ging ihm mehr als offensichtlich sehr, sehr schlecht, er hatte starke Schmerzen und war sehr misstrauisch. Doch er hatte offensichtlich so großen Hunger, dass er allein in die Box ging, wo das Futter war, obwohl er ganz genau spürte, dass das eine Falle ist. Als ich die Tür der Box zumachte, sah er mich an und seine Augen sagten, ich weiss, dass du das machen wirst, aber ich kann nicht mehr.

 

In der Klinik wurde er sofort untersucht, soweit es ging, denn er war nicht besonders freundlich und hatte starke Schmerzen. Die Ärzte gingen davon aus, dass er eine schwere Verletzung hat und das Röntgen am nächsten Tag sollte zeigen, was es ist. Doch die Nachrichten vom Röntgen waren erschreckend, denn die Diagnose war Osteosarkom, also ein sehr aggressiver Knochenkrebs. Man riet uns, sofort eine Biopsie zu machen oder am besten direkt das Bein zu amputieren. Doch irgendwas ließ uns diese Entscheidung nicht treffen, wir waren dagegen und baten um Zeit. Die Tierärzte injizierten Juri ein Depot mit Entzündungshemmern und Schmerzmittel, denn der Kater war sehr schwierig zu behandeln, ließ sich nicht wirklich anfassen usw.

 

Nach 14 Tagen war die Schwellung schon etwas weniger und Juri fühlte sich sichtlich wohler. Wir baten darum, dass man ihm noch ein Depot injiziert und brachten ihn in eine leerstehende Dachgeschosswohnung, wo er die Küche nutzen darf. Nach weiteren 21 Tagen mussten wir mit List Juri wieder einfangen, dafür stellten wir eine Woche lang sein Futter wieder nur in die Box.

 

In der Zwischenzeit redeten alle auf uns ein und sagten, dass wir das Bein amputieren lassen müssen, dass es schlecht ist zu warten usw.

 

In der Klinik dann folgte das Kontrollröntgen und wir hatten ausgemacht, dass je nachdem wie es aussieht, wir eine Biopsie entnehmen werden oder falls es sich sehr verschlechtert hat, das Bein amputieren lassen. Der Tierarzt rief mich an und teilte mir aber mit, dass alles weg sei! Er könne es auch kaum fassen, aber die komplette Entzündung und alles rundum den Knochen, wo man den Schatten sah, seien weg!! Wir waren sprachlos und weinten vor Freude, denn alles war gut! Juri hatte seine vier Beine und alles sollte nun besser werden!

Die Tierärzte vermuten, dass er, verursacht durch eine Verletzung, eine schwere Osteomielitis entwickelt hatte und diese äusserst stark ausgeprägt war.

 

Also durfte Juri die Klinik zwar ohne seine Kronjuwelen, aber auf vier Beinen in einer Box wieder verlassen. Zurück in der Dachgeschossküche zeigte er umso mehr, dass er uns hasst und uns nicht sehen will. Er knurrte stark wie ein Hund, fauchte und tötete uns mit seinen Blicken täglich bei dem Besuch den er bekam, um gefüttert zu werden und um sauber zu machen. Aber wir sind überzeugt, dass Juri einfach eine normale häusliche Umgebung braucht, wo er sehr schnell zum Couchmonster wird und seine letzten Jahre in Ruhe und Sicherheit verbringen darf.

 

Juri ist nach Einschätzung der Klinik 10 Jahre alt. Leider ist diese absolut unglaublich lange Zeit für ein Leben auf der Straße nicht ohne Folgen geblieben und wie erwartet zeigte der Schnelltest, dass Juri positiv auf FIV ist.

 

Für Juri möchten wir sehr gern einen Platz finden, wo er in Ruhe seine restliche Zeit leben darf, in Ruhe, Sicherheit, sich geborgen fühlen und den ganzen Tag schlafen dürfen. Ja, Juri ist nicht leicht, vor allem am Anfang ist er ein knurrender Kater, der sich versteckt und einen nur mir verachtenden Blicken würdigt, doch er ist kein böser Kater. Er greift nicht an und möchte eigentlich in Frieden gelassen werden. Seit kurzem aber zeigte er das, was er bereits bei seinem anfänglichen Aufenthalt in der Klinik nach einiger Zeit zeigte - er lässt sich streicheln. Und das ist für Juri, so wie man ihn anfangs kennenlernt, ein riesen großer Fortschritt!

 

Wir wissen, dass Juri in einer normalen häuslichen Umgebung ein ganz normaler und ruhiger Kater sein kann und wird, doch jemand muss ihm diese Chance geben!

Bitte lasst ihn nicht allein in der Dachgeschosswohnung seine Tage verbringen. Auf die Straße kann und wird er definitiv nicht zurückgehen!"

 

Wer gibt Juri die Chance, die er verdient? <3

Streunerhilfe Bulgarien e.V.

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