Herkules- wünscht sich geduldige, liebevolle Menschen

 

 

 

Herkules- kleines Sensibelchen

Geschlecht: männlich, kastriert

Alter: geb. ca. Februar 2019

Rasse: Mischling

Größe: noch im Wachstum

Aufenthaltsort: Pflegestelle in Sofia

Charakter: sozial mit Hunden, ängstlich im Umgang mit Menschen

Voraussetzung zur Adoption: souveräner, sozialer Ersthund, ländliches Wohnen, Geduld

 

 

 

  

 

 

 

Update Herkules, 03.09.2020:

Hallo da draußen – ich wollte mich mal wieder melden! Es ist in letzter Zeit doch wieder einiges passiert.

Zuerst ist meinen Fans bestimmt aufgefallen, dass ich nun „echte Männerkleider“ trage. Es war ja kein Zustand mit diesem rosa/grünen Sicherheitsgeschirr. Alle dachten schon ich sei ein Mädchen – pah! Jetzt trage ich voller Stolz ein Halsband, das eigentlich für Maddox sein sollte, aber zu klein war. Es ist braun und hat blaue „Glücksaugen“ (Bonjuk).

Dazu das braune Geschirr und ich fühle mich gleich wie ein Kraftprotz – Sicherheitsgeschirr war mal.
Ihr seht außerdem, dass ich mittlerweile auch ein Frosch sein könnte „hihi“ - Wasser ist cool und ich bin sogar schon etwas geschwommen. Mit meinen Hundefreunden fühle ich mich wohl und hopse durch die Gegend, fordere schon mal intensiv und lautstark zum Spielen auf und renne gut gelaunt durch die Gegend, wie ein normaler, temperamentvoller Junghund.

Alles ziemlich entspannt.
Aber tja, das mit dem Laufen und Rennen ist im Moment etwas reduziert, da ich leider 2 Wochen auf 3 Beinen gehüpft bin.

Mein Lendenbereich ist durch den zusätzlichen Wirbel doch etwas empfindlich. Maddox versteht das Wort „empfindlich“ nicht richtig und nach einem derben Spieleinsatz konnte ich hinten rechts nicht mehr auftreten. Ich habe natürlich sofort Medikamente bekommen, die meine Nervenschmerzen beruhigen. Jetzt kann ich alle 4 Beine wieder nutzen, nur... jetzt dürfen Maddox und ich nur abwechselnd frei laufen. Okay, okay – Zuhause dürfen wir unseren Zweikampf fortführen, zum Glück.
Ich würde mich freuen, wenn in meinem neuen Zuhause ein Sparringpartner in der gleichen Gewichtsklasse auf mich warten würde. Federgewicht (12 kg) und ungestümes Schwergewicht (28 kg) passen leider nicht so gut zusammen.
Ja, ja, ich weiß, meine Anforderungen an meine neue Familie werden immer höher, aber gut, wenn wir schon die Nadel im Heuhaufen suchen, dann doch gleich die Richtige, oder was meint Ihr?

 

Wenn ich meine Wünsche noch einmal auflisten darf: mittelgroßer Spielkumpel, der mir auch die Draußenwelt weiter erklärt (da habe ich ja immer noch Schiß), vielleicht einen Garten, eine ruhige Gegend, da Stadtspaziergänge überhaupt nicht meins sind, Geeeeddduuuuult – ganz viel davon, da Menschen (auch mein Pflegefrauchen) nicht zu meinen Favourites gehören. Ich halte mich da immer lieber an die Hundekumpel nur können die dummerweise kein Futter fertig machen – wirklich blöd. Soll heißen, dass ich mit den Menschen irgendwie zurecht kommen muss und auch werde, wenn ich auch niemals alle (vor allem keine Fremden) an mich heranlassen werde. Wer mich persönlich kennenlernen möchte, darf gerne nach Sofia kommen. Flugzeuge fliegen wieder von Deutschland nach Sofia, trotz Corona und Pflegefrauchen hat sogar ein Gästezimmer frei. Denn: alle Adoptionen wollen gut überlegt sein, meine aber ganz besonders denn ich bin ja BESONDERS

 

Liebe Grüße an die Welt da draußen, Euer besonderer Herkules

Update Herkules, 27.07.2020:

Herkules ist jetzt schon mehr als 4 Monate auf seiner Pflegestelle und wie die Bilder beweisen, hat er sich toll entwickelt.

Er liebt vor allem seine Hundefreunde. Wo sie sind, ist Herkules nicht weit. Das heißt, dass er in ruhigem Gelände mit kurzer Schleppleine laufen kann. Herkules genießt das Leben und spielt ausgelassen, wenn niemand Fremdes in Sicht ist. Dann ist er der Junghund, der er sein sollte. Dann ist Herkules mitten im Getummel, statt nur dabei. Er mag mittlerweile Wasser sehr gerne.

Er hopst durchs Wasser, angelt nach den getrockneten Leckerlies die auf dem Wasser schwimmen und lässt sich von Maddox auch schon mal komplett reinschubsen. Anschließend wird gerannt und gebuddelt. Seine beiden weiteren Leidenschaften.

Wer Herkules gerne adoptieren möchte, muss unbedingt einen souveränen Ersthund haben, der vielleicht auch noch spielen möchte, ländlich wohnen und Geduld mitbringen.

 

Noch ist Herkules nicht der Schmuser, aber er springt nicht mehr hektisch vom Sofa, wenn man sich nähert. Er geniesst es auch gestreichelt zu werden, nur wenn man ihn z.B. auf den Schoß nehmen möchte, zeigt er schnell, dass er mit soviel Nähe und Körperkontakt zum Menschen noch nicht umgehen kann. Er zieht sich dann zurück.

 

Wer sich in Herkules verliebt und ihm ein ruhiges geduldiges Zuhause geben möchte, sollte nicht enttäuscht sein, wenn es wieder eine ganze Zeit dauert, bis er zu einer neuen Person ein gewisses Grundvertrauen aufgebaut hat.

Gestern war Herkules beim TA, da er ab und zu mit dem rechten Hinterbein humpelt, meist im Laufe des wilden Spiels mit Maddox (28 kg versus 12 kg). Das musste abgeklärt werden. Herkules ist speziell, das wissen wir, aber seit gestern ist er noch spezieller - er hat einen Lendenwirbel (transitional spine) zu viel. Einfach ausgedrückt, seine Wirbelsäule ist länger als normal. Daran kann man nichts ändern. Das ist angeboren. Dennoch wird er normal weiter spielen und rennen, damit die Muskeln erhalten bleiben, die er sich mittlerweile antrainiert hat. Im Laufe der Jahre kann es sein, dass er Arthrose ausbildet, Schmerzen bekommt.

Dann muss man mit entsprechenden Mitteln unterstützen.

Tja, nun ist es raus. Herkules fragt sich, ob ihn nun noch jemand möchte...

Wir geben die Hoffnung nicht auf, einen lieben Menschen zu finden, der weiß, was Angsthunde sind. Der aber auch weiß, dass man bei Angsthunden mit der entsprechenden (meist tierischen Unterstützung) mit Geduld und langem Atem viiieel bewegen und ändern kann. Auch die kleinen Schißbüchsen haben ein schönes Leben verdient.

Wir wollen dabei helfen, dass Herkules den für ihn passenden Menschen findet und umgekehrt natürlich!

Update Herkules, 27.06.2020:

Herkules war zu Besuch in einer ihm völlig fremden Wohnung und ihm mehr oder weniger fremden Menschen.

Die Überraschung war groß als wir feststellten, dass ihm die Umstellung überhaupt nicht besonders zusetzte und dass er sich nach wie vor auch von unbekannten das Geschirr anziehen ließ, ohne gleich zusammenzubrechen. Er hat überhaupt keine Probleme mit Katzen und die Anwesenheit anderer Hunde freut ihn sehr.

 

Er ist absolut stubenrein und kann auch über einen längeren zeitraum aushalten, ohne das etwas daneben geht.

Posieren gehört nicht so zu seinen Lieblingsbeschäftigungen, aber er ließ es gut über sich ergehen.

Herkules ist ein toller Hund, der endlich eine Chance bekommen sollte.

Update Herkules, 27.05.2020:

Es macht Spaß, Herkules bei seiner Entwicklung zu beobachten. In Gegenden, wo uns niemand begegnet, kann er ausgelassen rennen und sich des Lebens freuen. Seine Hundefreunde, ganz besonders Maddox, zeigen ihm, wo es lang geht und was man so Tolles anstellen kann. Er genießt es, ausgiebigst zu schnuppern und auch durchs Gras zu hüpfen.
Wer sich Herkules als Zweit-, Dritt- oder auch Vierthund vorstellen kann, sollte viel Geduld und kein Mitleid sondern Empathie mitbringen. Er wird im Laufe der Zeit einer oder auch 2 Personen im Haushalt vertrauen. Von Fremden wird er sich wahrscheinlich nie freiwillig anfassen lassen, auch wenn es gut gemeint sein sollte. Das muss man einfach wissen und akzeptieren.

Er ist, wie sein Bruder Zeus, gezeichnet von den Dingen, die er als junger Welpe nie gelernt hat.

Egal - obwohl er im Tierheim überhaupt keine positive Entwicklung zeigen konnte, ist es nun umso schöner zu sehen, dass auch diese wirklichen Angsthunde laaangsam Vertrauen fassen und lockerer und offener werden können, in den Momenten, in denen sie sich sicher fühlen. Ach ja, Herkules würde lieber aufs Land ziehen, dorthin, wo es grundsätzlich ruhiger zu geht.

Update Herkules, 09.05.2020:

Herkules lässt einfach mal die Bilder sprechen, um den Stand seiner Entwicklung zu präsentieren. Er ist noch nicht tiefenentspannt und läuft auch in der Wohnung häufig davon, wenn ich komme. Dennoch kennt er die Abläufe bei uns mittlerweile sehr gut.

Wenn es heißt: „wir gehen jetzt raus“ und alle Hunde sich im Flur versammeln, ist der kleine Mann natürlich auch dabei.

Im Auto kauert er mittlerweile nicht mehr in einer Ecke sondern sitzt häufig und schaut aus dem Fenster, so als würde er sagen: „Whow, die Welt das draußen ist echt interessant.“

Sein „Bruder“ Maddox und auch die Ladies geben ihm viel Sicherheit. Auf normalen Gassirunden fürchtet er sich vor anderen Menschen, die entgegen kommen oder auch hinter uns laufen, LKWs,... , schafft es jedoch ganz gut zwischen den anderen Hunden mit zu laufen.

Ob er jemals ein komplett entspannter Hund wird – wir wissen es nicht, aber so, wie er sich bisher entwickelt hat, kann man ihn gut in ein bestehendes Rudel integrieren.

Wer findet diesen Fratz, der ca. 45 cm Schulterhöhe bei leichten 10 kg misst, so nett, dass er die noch vorhandenen Unsicherheiten in Kauf nimmt und ihm ein liebevolles, verständiges Zuhause bieten möchte?

Herkules nimmt Bewerbungen entgegen!

Update Herkules, 23.04.2020:

So, was braucht der kleine zarte (10 kg) Herkules?

Er hätte gerne Menschen mit viiiel Geduld, die sein noch mangelhaftes Vertrauen in Menschen nicht persönlich nehmen.

Er hätte gerne Menschen, die ländlich wohnen, da es ihm auf den Feldspaziergängen am besten gefällt. Bei uns ist immer eine (mittlerweile bekannte) Gruppe Hunde und eine überschaubare Anzahl an (bekannten) Menschen.

Da kann er mittlerweile aus sich herausgehen, er fängt an zu buddeln und dabei zu „sprechen“, möchte springen und flitzen.

Leider limitiert ihn die Schleppleine, aber das ist derzeit noch nicht anders möglich. Grundsätzlich ist er gerne draußen, er läuft auch gut an der Leine mit, am liebsten, wenn man ihm den Rücken zudreht. Im Haus merkt man ihn fast nicht, da er sich in seiner Ecke verkrümelt, außer er fühlt sich unbeobachtet und bekommt “seine 5 Minuten“. Dann spielt er gerne mit seinem großer Bro.

Er braucht auf jeden Fall einen souveränen Ersthund an seiner Seite.

Unser kleiner „Autist“ Herkules, der noch teilweise in seinem Schneckenhaus versteckt ist, wird mit Hilfe toller, geduldiger, ruhiger Menschen zu einem Hund, der seinen Menschen vertrauen wird und damit Schritt für Schritt zu einem meistens, im vertrauten Rahmen, angstfreien Leben kommen kann. Das wünschen wir ihm.

Update Herkules, 08.04.2020:

Hallo, Herkules meldet sich wieder! Er möchte sich darüber beschweren, dass er immer wieder schwierigen Situationen ausgesetzt wird und sich dann nicht einmal verstecken darf. Das hat er doch über ein halbes Jahr lang getan und nun darf er das nicht mehr.

Ist ja gemein.

Aaaber: er hat seit seinem Auszug aus dem Tierheim schon viiieeel gelernt. Er kennt die täglich Routine. Er weiß, wann es raus geht und was die Anzeichen dafür sind, er läuft selbstständig auf den Flur Richtung Aufzug, steigt mit allen ein, rennt auch mittlerweile Richtung Auto und springt hinein. Im Auto fühlt er sich mit seinem Rudel so wohl, dass er sich nicht mehr verstecken möchte.

Beim Spaziergang an der Schleppleine würde er oft gerne mit den anderen Hunden mitlaufen und spielen, was natürlich nicht möglich ist. An der normalen Leine läuft er gut mit. Sie gibt ihm Sicherheit.

Schwierig wird es für ihn noch, wenn er angesprochen wird, wenn man sich ihm zuwendet oder ihn direkt ansieht. Dann würde er sich wohl am liebsten in Luft auflösen. Wenn man vorausläuft, souverän die Richtung bestimmt, schließt er sich bereitwillig mit den anderen Hunden an.

Bei der Zubereitung des “Abendessens“ riskiert er auch schon mal einen Blick in die Küche.

Beim Tierarzt hat er sich tapfer geschlagen. Der 4-d Test war negativ und seine Schmittchen-Schleicher Beine werden ihm wohl erhalten bleiben. Der Tierarzt konnte keinen Behandlungsbedarf finden, was uns freut. Herkules muss von nun an einfach mehr laufen, spielen und springen, damit alle Bänder und Sehnen gefestigt und seine Muskeln noch besser entwickelt werden.

Er hat sich schon gut gemacht, aber noch liegt ein weiterer Weg vor ihm.

Wer möchte Herkules auf seinem Weg begleiten?

Update Herkules, 02.04.2020:

Ein Update jagd das andere, da der kleine, zarte "Mann" sich innerhalb von 2 Wochen in seiner Pflegestelle sehr zum Vorteil verändert hat. Herkules genießt es spazieren zu gehen. Er genießt die Hundegesellschaft und würde zu gerne mit seinem Kumpel Maddox toben und rennen. Leider genießt er die Anwesenheit der Zweibeiner nicht im gleichem Maße, sodass er sich leider noch nicht frei bewegen darf.
Auch in der Stadt sind die einzigen, die ihn irritieren bzw. ihm Angst machen, die Menschen. Autos oder andere Geräusche stören ihn nicht wirklich.

 

In der Pflegestelle konzentrieren wir uns also weiter auf vertrauensbildende Maßnahmen, ohne ihn zu sehr zu bedrängen.

Kommt Zeit - kommt immer mehr Vertrauen.
Menschen, die sich überlegen, Herkules ein endgültiges Zuhause zu geben, müssen viiieel Geduld mitbringen. Sie müssen sich darüber im Klaren sein, dass es länger dauern wird, bis Herkules gerne kuscheln möchte oder entspannt neben seinen Menschen auf dem Sofa liegt. Wenn er zur neuen Familie Vertrauen aufgebaut hat, kann es immer noch bedeuten, dass er sich bei jedem neuen Menschen, der das Haus betritt, wieder versteckt. Wer der Meinung ist, dass sich jeder Hund von Besuchern streicheln lassen muss, für den ist Herkules nicht der Richtige. Wen es nervös und hektisch macht, wenn der eigene Hund vor einem im Zuhause auf der Flucht ist, auch für den ist Herkules nicht der Richtige.

Herkules braucht eine entspannte Person, die ihn in das Alltagsleben in aller Ruhe, Natürlichkeit aber auch Souveränität integriert, dass es für den kleinen Hund zur Normalität wird. Herkules braucht einen ruhigen Haushalt mit einem gechillten, angstfreien Ersthund, der ihm die Pfote zur Orientierung reicht. Nach einer Weile - wie lange diese Weile dauert, ist nicht zu sagen, da das Tempo von Herkules bestimmt wird - hat er sich Stückchen für Stückchen, in einen Hund verwandelt, der sein Leben in den meisten Situationen genießen kann.

Wer nimmt die Herausforderung an, Herkules in sein eigenes Leben hinein zu lassen und dadurch das seine grundlegend zu verändern?

Update Herkules, 28.03.2020:
Herkules durfte am 13.03.2020 aus dem Tierheim ausziehen. Herkules und sein Bruder Zeus konnten sich im Tierheim überhaupt nicht verbessern. Sie kauerten nach einem halben Jahr (solange haben wir sie schon in „Bearbeitung“) immer noch hinter der Plastikwanne übereinander, in dem Versuch sich zu verstecken, unsichtbar zu machen.

Dieses Duo hat uns fertig gemacht.

Die meisten Angsthunde (Fighter, Socke, Tarçin), die uns mit ihren Zähnen versuchen auf Abstand zu halten, verbessern sich innerhalb von ein paar Wochen. Sie wissen, dass wir immer Würstchen dabei haben und fangen dann irgendwann an, auf uns zu zu gehen, die Leckerlies zu nehmen, sich im Garten mit den anderen Hunden zu bewegen und die Zeit draußen bzw. mit uns, zu genießen.

Nicht so Herkules und Zeus. Leckerlies konnten nie aus der Hand genommen werden, sobald sie im Garten waren, ein Geschirr an hatten, man sie auf den Boden gesetzt hat, gab es eine verzweifelte Suche nach einem Versteck. In dem Versteck wurde dann die gesamte Zeit gesessen, bis sie wieder in ihren Zwinger zurück gebracht werden mussten. Ohne Aussicht auf Verbesserung.

Nun, hart aber herzlich, sind die Jungs getrennt und können sich nicht mehr gegenseitig in ihrer Angst bestärken.

Herkules hat seine große Liebe zu mir, seiner Pflegemutter, natürlich (noch) nicht entdeckt.

Im Gegenteil, er achtet peinlich genau darauf, dass ich ihm nicht zu nahe komme. Natürlich lässt sich ein Körperkontakt nicht vermeiden, z.B. wird er jetzt immer " umgezogen“, damit Rituale entstehen. Zu jedem Spaziergang tauscht der kleine Mann Hausgeschirr mit Hausleine gegen Sicherheitsgeschirr mit Draussenleine. Herkules ist schlau!

Wenn es heißt: „Kommt, wir gegen raus“, kommt er aus dem Wohnzimmer mit in den Flur. Sobald ich auf ihn zugehe, drängt er sich in die letzte Ecke, aus der ich ihn dann sanft herausziehe, umziehe und feststelle, dass er NICHT mehr nach mir schnappt. Er läuft den Hunden selbstständig hinterher Richtung Fahrstuhl, mittlerweile springt er sogar ins Auto. Beim Spazierengehen weiß er, dass „na, kommt“ bedeutet, dass wir nach einer Schnüffelpause weitergehen. Er schwebt quasi an der Leine. Solange man nicht auf ihn zu geht oder ihn ansieht, folgt er bzw. läuft er problemlos mit. Diese Entwicklung hatten wir nicht erwartet, aber unsere Hunde lehren uns viele Dinge – vor allem keine Erwartungen zu haben. Wir nehmen einen Angsthund, schauen was geht und stellen fest, dass nach relativ kurzer Zeit recht viel geht. Vor allem, wenn dem Schisshasen andere Familienhunde als Mutmacher zur Seite gestellt werden. Wir haben hier einen Maddox, der signalisiert, dass er spielwillig ist und der vormacht, wie man relaxt im Fahrstuhl fährt, Treppen läuft, Auto fährt uvm. Das ist natürlich Gold wert.
Herkules kann draußen schnüffeln und die Zeit geniesssen, ist aber weiterhin so angespannt, dass er sich draußen noch nicht lösen kann. Er frisst auch nur, wenn er unbeobachtet ist. Das gleiche gilt für „sein Geschäft“. Er frisst im Flur und bleibt danach noch eine Weile hinter verschlossener Tür, währenddessen er sich dann meistens recht zuverlässig auf einer Pippiunterlage erleichtert.
Wie lange das so bleibt?

Wir wissen es nicht, aber sein erstes Lebensjahr war von bleiender, lähmender Angst geprägt. Er fängt gerade an, lockerer zu werden.
Sollte sich jemand Besonderes in diesen zarten, kleinen Hund mit den langen Beinen verlieben, muss man wissen, dass man an diese Art von Hund KEINE Erwartungen haben darf. Ohne Erwartungen wird man häufig nach kurzer oder auch längerer Zeit von kleinen Entwicklungen, Veränderungen überrascht, bei denen einem das Herz aufgeht. Ich warte z.B. darauf, dass ich einfach irgendwann Herkules’ Bein aus der Leine heben darf, wenn er sich verheddert hat, ohne dass er panisch flüchten möchte…

Dann hätte er keine Angst mehr vor mir und dieses Vertrauen wäre alle Mühe wert gewesen.
Wo ist der besondere Mensch mit einem bereits vorhandenen Hundekumpel, der sich und Herkules alle Zeit der Welt geben will, um zusammen zu wachsen, gegenseitiges Vertrauen zu entwickeln, die Welt neu zu entdecken?

Update Herkules, 08.03.2020:

Gibt es da draußen Menschen, die wissen was "Angsthund" bedeutet?

Gibt es Menschen, die das wissen, weil sie vielleicht schon einmal einen solchen Hund aufgenommen haben, obwohl sie von ihm erst einmal gar nichts erwarten konnten? Solche Menschen sucht Herkules!

Im Tierheim kann er kein Vertrauen zu Menschen aufbauen und sich überhaupt nicht weiter entwickeln. Ganz im Gegenteil.

Er ist mit seinem Bruder Zeus zusammen, der leider genauso "drauf" ist.

Beide bestärken sich in ihrer Angst. Wir geben die Hoffnung und auch diesen Hund nicht auf!

Wir warten mit Herkules auf den "Wundermenschen".

Update Herkules, 05.09.2019:
Nein, ich brauche kein Mitleid. Das hilft mir nicht.

Ich brauche Menschen, die sich meiner geduldig annehmen, die nichts von mir erwarten, die sich einfach über jeden kleinen Schritt in die richtige Richtung freuen.

Bist DU derjenige, der diese Herausforderung annehmen möchte?

Bist DU diejenige, die es nicht persönlich nimmt, wenn ich in der Wohnung vor dir flüchte?

Dann bist DU hoffentlich der Mensch, der den Fortschritt erkennt, wenn ich das erste Mal halbwegs entspannt auf meinem Platz liegen bleibe, wenn du vorbei gehst.

Hättest Du dann auch noch einen entspannten 4-Beiner, der mir zusätzlich hündisch die Welt um mich herum erklärt - BINGO!!

Ich hoffe und warte.

Dein Herkules

Juli 2019:

Herkules kam mit seinem Bruder Zeus aus der staatl. Tierklinik ins Tierheim. Sie waren vorher irgendwo auf der Straße aufgelesen worden.

Nomen ist Omen - Herkules ist zwar ein Fliegengewicht (ca. 6 kg), aber wir wissen, dass er stark ist und seine Angst überwinden wird 💪. Er hat schon große Fortschritte gemacht. Er kommt noch nicht wedelnd auf uns zu - aber - er schnappt nicht mehr!! 🤗
Wer möchte diesem Männlein auf seinem Weg in eine vertrauensvolle Zukunft helfen? Wir wissen, dass auch dieser kleine Schisser sich recht schnell aus der Reserve locken lassen wird, wenn er in ein Zuhause einziehen darf und merkt, dass ihm wirklich nichts Schlimmes passiert. Am besten hilgz auch ihm ein entspannter Ersthund, der ihm zeigt, wie die Dinge laufen.

Herkules würde sich auch sehr über eine Pflegestelle freuen.

Wenn Sie dem süßen Herkules ein liebevolles Zuhause schenken möchten, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf oder füllen Sie gleich unser Bewerbungsformular aus.



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