Gin- schüchternes Mäuschen
Geschlecht: männlich, kastriert
Alter: geb. ca. Mitte Juli 2020
Rasse: Mischling
Größe: noch im Wachstum
Aufenthaltsort: Pflegestelle in 86706 Weichering
Charakter: aufgeschlossen, aktiv, noch ängstlich mit fremden Menschen, hundeverträglich, katzenverträglich, Naturbursche, souveränder Ersthund notwenig

 

 

 

 

 

Update Gin, 02.06.2021:
Gin meldet sich endlich mal wieder und möchte euch erzählen, wie es ihm geht.
Erstmal kurz: Gin ist ein Traumhund und erobert alle Herzen im Sturm. ❤
Der kleine Kerl hat sich in den letzten Wochen wirklich ziemlich gemacht und allerhand erlebt!
Aber jetzt der Reihe nach: Zuhause ist Gin sehr entspannt geworden. Das liegt vor allem an seinen beiden vierbeinigen Freunden, denen er alles nachahmt. Er braucht seit wenigen Tagen keine Hausleine mehr und lässt sich, mit etwas Geduld und viel Ruhe, gut anleinen und das Geschirr anziehen. Er schläft inzwischen tagsüber meist nicht mehr verängstigt unter dem Tisch, sondern entspannt mit den anderen Beiden auf dem Bett oder im Wohnzimmer auf deren Decken gekuschelt.
Bisher spielt er noch wenig mit Spielzeug. Wenn dann nur, weil Dobri es vormacht. Trotzdem merkt man, dass in Gin ein sehr verspieltes Kerlchen steckt. Morgens liebt er es, sich mit Dobri auf dem Bett zu balgen und macht auch uns dabei vorsichtige Spielaufforderungen, bei denen er auch mal einen kleinen Wuffer von sich gibt. Und auch wenn ich mit meinen Hunden spiele, ist er sehr interessiert, aber traut sich noch nicht ganz, mitzumachen. Morgens ist auch die Zeit, in der Ginger am Liebsten kuschelt. Inzwischen darf ich ihn am ganzen Körper anfassen. Besonders an den Öhrchen genießt er das mittlerweile sehr.
Auch Zecken ziehen und kleine Untersuchungen sind meist kein Problem mehr. Das ist jedoch recht situationsabhängig und noch wacklig. Bei anderen Menschen wird er, auch wenn er sie etwas kennt, noch steif und weicht aus, wenn sie sich bewegen.
Seine neue Familie wird also etwas Geduld brauchen. Aber immerhin traut er sich, nah ran zu gehen und vorsichtig zu schnuppern, wenn der Mensch ihn nicht beachtet. Alleine bleiben kann Gin bis zu 6 Stunden problemlos, solange er sich vorher auspowern durfte. Aber auch das klappt natürlich nur mit den anderen Hunden zusammen. Er ist sogar ziemlich stubenrein. Ab und zu passiert jedoch das ein oder andere Malheur. Das wird er aber sicher schnell noch lernen.
Was Gin drinnen gruselig findet sind bewegliche Objekte wie Türen, die auf- oder zugehen. Er geht dann ein paar Schritte zurück und lässt sich auch nicht mehr anfassen.
Treppen sind, wenn ein Hund es vormacht, schnell kein Thema mehr für Ginny.
Draußen ist Gin absolut in seinem Element. Er liebt lange Spaziergänge, Wanderungen und Joggingrunden mit uns. Der Bub rennt liebend gern durch hohes Gras und wedelt dabei fröhlich mit dem Schwänzchen. Wenn es ihm nicht schnell genug geht, kann er aber auch mal ungeduldig werden und springt wild in die Leine. Leinenführigkeit ist also noch ausbaufähig. 😉
Beim Rückruftraining sind wir aktuell auf dem Stand, dass er mich anschaut, wenn ich "Ginny" rufe. Ab und zu geht er auch ein paar Schritte auf mich zu und hofft, dass ich das nächste Leckerlie ins Gras werfe, dem er fröhlich hinterher hüpft. Bei Menschenbegegnungen geht er einen großen Bogen und tapst uns zügig hinterher, aber bleibt recht entspannt. Fremde Hunde interessieren ihn dagegen nicht sonderlich. Er möchte, zumindest aktuell, keine fremden Hunde kennen lernen und hält sich lieber an sein Rudel. Das sollte respektiert werden.
Wir haben Gin in den letzten Wochen viel zugemutet und dabei gemerkt, dass man ihn tatsächlich überall problemlos mitnehmen kann, solange er dabei nicht von anderen Menschen oder Hunden bedrängt wird. Bei Familientreffen oder auch im Biergarten braucht er ein paar Minuten zur Orientierung, in denen er sich umschaut. Wenn er sicher ist, dass ihm nichts passiert, legt er sich gerne unter den Tisch an unsere Füße und döst entspannt. Nur in Geschäften wird er nervös und unruhig. Grundsätzlich merkt man, dass er sich in fremden und neuen Umgebungen inzwischen oft mehr an seinen Menschen orientiert als an den Hunden.
Auch in fremden Gärten bleibt er zunächst an unserer Seite und wagt erst nach einiger Zeit Rundgänge mit seinen Hunde-Freunden.
Ganz klar: Gin sucht ruhige, souveräne und erfahrene Halter, die in einer ländlichen Umgebung leben und mindestens einen netten, selbstsicheren, nicht zu bellfreudigen und gerne verspielten Hund haben, den Gin als Orientierungshilfe braucht.
Auf Katzen reagiert er sehr zaghaft aber freundlich. Das wäre kein Problem. Mit Kindern in seinem Zuhause wäre er jedoch überfordert.
Wenn das alles auf dich zutrifft, freut sich Ginny sehr auf deine Bewerbung und wartet hier geduldig auf Besuch.
Update Gin, 27.04.2021:
Seit einer Woche ist Gin hier - endlich in Deutschland.
Gins Pflegestelle berichtet:
Uns war klar, dass es schwierig wird. Aber: Gin macht es uns erstaunlich leicht. Natürlich lässt er sich noch nicht gerne anfassen und er ist noch weit davon entfernt, ein entspannter Familienhund zu sein. Er hat aber schon viel geschafft und macht jeden Tag Fortschritte. Mittlerweile haben wir unsere Rythmen und Abläufe.
Seit dem dritten Tag wehrt er sich nicht mehr, wenn wir ihn z.B zum Gassi raus tragen möchten. Mittlerweile läuft er meist auch selbst mit, wenn er merkt, dass es raus geht. Draußen bewegt er sich von Tag zu Tag entspannter, fängt an, die Gegend zu erkunden, springt auch mal ein/zwei Hopser oder wedelt auch mal ganz kurz mit dem Schwänzchen. Das alles aber immer mit genug Abstand zu uns. Wenn er sich unbeobachtet fühlt, traut er sich auch mal auf einen Meter an uns ran oder schnuppert vorsichtig aus der Ferne. Verkehr, Radfahrer, Rasenmäher oder Flugzeuge interessieren ihn nicht wirklich. Da wir sehr ländlich wohnen, kann ich jedoch noch nicht einschätzen, wie er sich in der Stadt verhalten würde.
Mit viel Geduld frisst er inzwischen auch mal ein paar Brocken Futter aus der Hand und lässt sich, wenn auch noch nicht entspannt, anfassen. Aber er lernt dadurch langsam, dass die Hand nichts schlimmes ist.
Sein Lieblingsplatz ist unter dem Tisch, wo er sicher ist und alles beobachten kann. Mittlerweile liegt er dort aber sehr entspannt, schläft, träumt und putzt sich. Auch im Garten bewegt er sich von Tag zu Tag freier.
Erstaunlich gerne mag das Kerlchen Wasser. Bei Gelegenheit schläft er sogar mal IM See ein, wie ihr auf den Bildern sehen könnt.
Gin ist natürlich noch nicht leinenführig (wobei er sowieso kaum zieht, solange er genug Abstand vom Menschen hat) und beherrscht noch keine Kommandos. Das ist aktuell nicht relevant. Aber er lernt schnell, ist neugierig, mutig und wird jeden Tag entspannter. Gin ist stubenrein und kann problemlos mehrere Stunden alleine bleiben. Er freut sich, wenn man ihm etwas zum Kauen da lässt und schläft ansonsten die meiste Zeit. Das liegt natürlich aktuell auch noch an der Aufregung des Umzuges.
Unsere Hunde helfen Ginger dabei sehr. Er beobachtet die beiden und schaut sich einiges ab - vor allem, dass man mit Menschen wohl auch viel Spaß haben kann. Ginny dackelt den Hunden hinterher und traut sich in deren Deckung auch sehr nahe an uns heran.
Gin sucht daher sehr geduldige Menschen, die nichts von ihm erwarten, sondern ihm die nötige Zeit und Geduld schenken. Außerdem wird er nur in eine ruhige Umgebung vermittelt, ohne Kinder und mit mindestens einem netten, souveränen Ersthund.
Gin ist ein richtig toller Hund! Er ist nett, zart und unheimlich süß. Wir glauben, dass er ein treuer Begleiter werden kann.
Also bewirb dich. Das kleine Kerlchen wartet hier auf dich!
Update Gin, 25.02.2021:
Sein Bruder Fred ist ausgezogen und bekommt Starthilfe von einer netten Pflegestelle in Deutschland, die ihm seit gestern hilft, seine neue Welt zu verstehen.
Für Gin wird es schwieriger werden, in der normalen Menschenwelt Fuß zu fassen. Er hat es noch nicht komplett geschafft, uns gegenüber die Unsicherheiten abzulegen. Wenn wir den Zwinger betreten, um ihn raus zu holen, ist er auf der Flucht und knurrt auch schon mal, um uns auf Abstand zu halten. Wir haben leider nicht die Zeit, uns stundenlang zu ihm zu setzen, bis er sich selbst entscheidet und es vielleicht schafft, auf uns zuzugehen. Also müssen wir es schaffen, ihn in einer Ecke festzusetzen, versichern ihm dann noch einmal, dass ihm nichts Schlimmes passiert und können ihn dann anfassen und hoch heben.
Im Garten mit den anderen Hunden ist er entspannter. Er läuft herum (versteckt sich also nicht), was uns wirklich freut und versucht auch, an Leckerlies zu kommen. Liebe geht bekanntlich durch den Magen. Das trifft ganz besonders auf kleine schmächtige Jungs zu, die im Zwinger augenscheinlich nicht genügend Futter bekommen. Gin ist um einiges kleiner, zarter und schmaler als sein Bruder Fred. Anfassen und streicheln können wir ihn draußen nicht. Da flüchtet er wieder vor uns. 1 x die Woche Einsatz Tierheim reicht leider nicht aus, um seine dicke Eisschicht aus Angst zu durchbrechen. Dazu braucht es täglich souveräne, erfahrene, ruhige Menschen mit der Unterstützung ebensolcher Hunde, 4-beiniger Therapeuten sozusagen und auch einer anderen Umgebung - eines eigenen Zuhauses oder zumindest einer kompetenten Pflegestelle.
Wir wünschen uns für ihn also Menschen, die mindestens einen souveränen Ersthund und Erfahrung mit sehr ängstlichen Hunden haben.
Dezember 2020:
Hier gibt es wieder ein Geschwisterpärchen, Gin und Fred. Beide sind schüchtern, aber nur Gin hat versucht sich mit seinen spitzen Milchzähnchen gegen mich zur Wehr zu setzen und das ziemlich vehement. Mittlerweile haben wir auch ihn jedoch so weit, dass wir ihn hochheben und nach draußen tragen können. Dabei ist er noch sehr verkrampft, aber wir hoffen, dass der stete positive Tropfen den Stein noch höhlt und er mit der Zeit doch entspannter im Umgang mit Menschen wird.
Gin hat den ersten Tag draußen, genau wie sein Bruder auf dem Arm verbracht, um den Geruch eines Menschen, die Stimmen, die Berührungen wahr zu nehmen. Gin braucht etwas länger als Fred - wir geben ihm die Zeit. Das Beste wäre natürlich, wenn sich ein Mensch finden könnte, der ihm diese Sicherheit gibt, der die Zeit hat, auf diesen kleinen Hundejungen einzugehen.
Aus Erfahrung können wir sagen, dass auch die kleinen Angsthasen in ihrem Zuhause, im eigenen Rudel, draußen im Wald etspannen können. Sie können ein glückliches Hundeleben führen, wenn sich der besondere Mensch findet, der ein wenig Hundeverstand
(durch den bereits vorhandenen Ersthund) und die Zeit und Muße hat, Gin die Menschenwelt in die Hundesprache zu übersetzen und dadurch verständlicher zu machen. Auch hier, genauso wie bei Fred, ist Vertrauen das Wichtigste, das aufgebaut werden muss.
Für alle Hunde möchten wir Menschen, die es sich gut überlegt haben, ob sie ein Tier oder ein weiteres Tier in ihr Zuhause aufnehmen möchten. Für ängstliche und schüchterne Hunde muss man noch besser überlegen.
Wir stehen gerne für Beratungsgespräche zur Verfügung.
Also: auch Gin freut sich über Bewerbungen seiner „richtigen“ Menschen

Wenn Sie dem hübschen Gin ein liebevolles Zuhause schenken möchten, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf oder füllen Sie gleich unser Bewerbungsformular aus.



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