Bubble- hübscher flusiger Junge

Geschlecht: männlich, kastriert

Alter: geb. ca. April 2020

Rasse:  Mischling

Größe: noch im Wachstum

Aufenthaltsort: Pflegestelle in 12047 Berlin

Charakter: schüchtern, zurückhaltend vor allem Menschen gegenüber, braucht souveränen Ersthund zur Unterstützung, ländliche Umgebung

 

 

 

 

 

 

 

Update Bubble, 27.08.2021:
Puuuh Leute, kennt ihr diese kleinen Wesen auf zwei Beinen, die unkoordiniert und schreiend durch die Gegend laufen?
Sie stolpern, flitzen, lassen Dinge fallen – die machen mir richtig dolle Angst! Auch wenn sie keine Notiz von mir nehmen, ich nur ihre Stimmen höre, so schrill in meinen flauschigen Ohren. Ihr nennt sie Kinder. Für mich sind es Außerirdische, die ich noch nicht verstehen und lesen kann. Mit denen möchte ich in naher Zukunft auf keinen Fall meine Couch teilen!
Da kommen wir gleich zum nächsten Thema – Couch! Bitte lasst mich zu euch auf eure kuschelige Couch. Hier suche ich Nähe und liebe Kontakt. Das gefällt mir ganz prima, dann knabbere ich auch mal spielerisch an euren Händen, wenn ihr mich streichelt und ich zu Scherzen aufgelegt bin. Wenn ich entspannt bin, bin ich das des Öfteren. 🙂
Soll ich euch berichten, was ich in den letzten Monaten so erlebt habe, seitdem ich das Tierheim verlassen habe?
Wo fange ich nur an! Ein wenig hat euch ja bereits mein Pflegefrauchen im letzten Update erzählt.
Bad News zuerst: ich muss mich leider immer noch 1x beim Autofahren übergeben. Aber hey - nur noch einmal, nicht mehr 2-3-4 mal wie zu Beginn meiner Autokarriere!
Mittlerweile habe ich auch mal diesen Urlaub mit gemacht. Das ist eigentlich ganz cool. Einmal war sogar ein kleiner Zweibeiner Mensch dabei, aber eine, von der ruhigen Sorte. Die durfte mich nicht anfassen und musste einen Bogen um mich machen.
Wir haben uns zu genickt und uns auf eine friedliche Koexistenz geeinigt. Ging ganz gut. Ich hab friedlich in meinem Bettchen gelegen und mit großen Kulleraugen beobachtet, auf Spaziergängen war sie mir schnuppe. Hab ihr aber das Ballspielen verboten. Das Pflegefrauchen sagt oft, ich solle „hinten“ laufen. Also mich hinter ihr einreihen, damit ich lerne, mich auf sie zu verlassen.
Habs mittlerweile verstanden und manchmal mach ich mir 'nen Spaß draus und flitze hinter sie wie ein junges, albernes Reh und kann es kaum erwarten wieder nach vorn zu schießen. Da guckt sie ganz schön blöde, manchmal bring ich sie aber auch damit zum Lachen. Seitdem wir campen waren, kann ich sogar selbst ins Auto einsteigen und schlafen kann man da drin auch ganz gut. Nur das Fahren halt, naja.. ihr wisst ja.
Das Pflegefrauchen hat mittlerweile mein Fell entfilzt, mindestens 1 Millionen Bürstenstriche musste ich über mich ergehen lassen. Am Anfang gabs noch Leberwurst dazu, nun vergisst sie die meistens. Frechheit! Ohne ist aber auch ok. Ich kann auch meinen Kopf dabei ablegen und entspannen. In der Natur benehme ich mich wie eine Mischung zwischen Junghund und Schaf. Schnüffeln, entdecken und Gras fressen sind meine größten Hobbys. Die Tierärztin habe ich auch schon kennengelernt, die ist in Ordnung, aber ihre Assistentin mag ich viel lieber! Die durfte mich streicheln, ganz mutig bin ich auf sie zu gegangen, weil meine Hundefreundin Motte bei ihr stand. Abgucken und nachmachen gehören dann wohl zu meinen zweitgrößten Hobbys. Deswegen brauche ich auch zukünftig einen mutigen Hundefreund oder -freundin. Die Tierärztin hat dann mein Bein untersucht, weil ich nach meinen Zoomies durch den Sand ab und an humpelte. Sie meint, ich muss unbedingt noch etwas Muskulatur aufbauen, um meine Kniescheibe zu stabilisieren und Bänder zu stärken. Nichts Tragisches, aber das wir jeden Tag Treppen laufen, soll wohl gut helfen.
Nennt mich Spießer – aber Struktur ist mir verdammt wichtig! Wenn ihr morgens mal zu lange pennt, kann es passieren das ich vergesse das ich eigentlich stubenrein bin und dann geht auch mal eine Pfütze auf deinen Lieblingsteppich. Sorry Leute! Sonst mach ich mich aber echt gut bemerkbar, in dem ich „die Wohnung erkundige“ - das sollte dir zu denken geben und du solltest mir schnell mein Geschirr anziehen und mit mir raus gehen. Das bring ich dir schon bei, kein Thema.
Meine zukünftigen Menschen sollten wissen, dass wir uns erst einmal in Ruhe kennenlernen sollten. Bitte erwartet nicht sofort, das ich dich Schwanz wedelnd begrüße, das wird dauern. Ich hab schon echt coole Fortschritte gemacht, aber in einer neuen Umgebung und mit neuen Leuten muss ich mich erst mal neu einfinden. Ihr solltet auch keine Karriere als Basketballspieler, Volleyballprofi oder Fußballer anstreben, danke! Bis dann, euer Bubble!
Update Bubble, 12.05.2021:
Here we go, Fans!
Der struppig-weiche Bubble möchte euch von seinen vergangenen drei Wochen berichten und glaubt ihm, wenn er sagt – da ist einiges passiert!
Er konnte endlich das triste Tierheim gegen eine behutsame Pflegestelle tauschen. Die Tage, an denen er Sonntags durch den Garten unseres Partnertierheims Slatina geschlichen ist und die restliche Woche mit seinen ängstlichen Freunden Gin und Yes in den grauen Zwingern hockte, sind Geschichte.
Ein Hund wie Bubble ist ein gutes Beispiel dafür, das Hunde nicht dankbar sind – manch einer würde nun erwarten: „Toll, endlich ist er raus aus dem Tierheim und ist dankbar für seine Rettung, offen und kuschelig.“ Weit gefehlt!
Eine zarte Seele wie Bubble versteht erst einmal die Welt nicht mehr, konnte er im Tierheim die meiste Zeit unsichtbar sein, ist er nun sichtbar für seine Pflegestelle. Solchen Hunden muss man behutsam gegenüber treten, ihnen viel Zeit zum Ankommen einräumen und ihnen zugestehen, das sie nicht sofort „dankbar“, kuschelig und freudig mit ihren neuen Menschen umgehen.
Bubi, wie er auch liebevoll von seinem Pflegefrauchen genannt wird, hat dennoch so viel gelernt in den vergangenen Wochen.
Hier eine Auflistung von seinen Erfolgen, die anderen wahrscheinlich so nichtig scheinen, für ihn aber riesige Fortschritte sind:
- die Leine akzeptiert und an ihr mitlaufen
- Treppen rauf und runter laufen
- er zuckt nicht mehr bei jeder Berührung einer Menschenhand zusammen
- stubenrein
- flüchtet und versteckt sich nicht mehr, wenn sich die Pflegemenschen durch den Raum bewegen
- orientiert sich super an der Hündin im Haushalt
- in der Nähe von/auf der Couch mit Menschen entspannen
- kleine Streicheleinheiten genießen, besonders vom Pflegeherrchen
Es ist so schön zu beobachten, wie er sehr er die Wald- und Feldspaziergänge mittlerweile genießt und sogar zum Flitzen an der Schleppleine ansetzt. Er kann prima an der Seite seiner Hundefreundin in der Pflegestelle entspannen, auch im Garten.
Es gibt aber auch eine lange Liste, von Dingen, die ihm noch große Angst und Sorgen machen.
Seine zukünftigen Menschen sollten bereit sein, ihm dafür noch viel Zeit einräumen und ihm langsam die Welt erklären.
Damit meinen wir nicht wenige Tage oder Wochen, sondern wirklich Monate!
Zu den Dingen, die ihm noch Angst und Sorgen machen, gehören unter anderem:
- Ball spielende Kinder
- Straßenverkehr
- Geschirr anziehen
- Fremde
- Auto fahren (übergibt sich)
Er muss noch lernen, Umweltreize zu verarbeiten und nicht sofort zu flüchten, wenn es in die Richtung Haustür o.ä. geht.
Daran arbeitet sein Pflegefrauchen aktuell mit ihm, durch die Orientierung an der Leine. Hiermit meinen wir nicht das Kommando „Fuß“ an der Leine, sondern die Hilfe, sich am Mensch zu orientieren und nicht kopflos nach vorn zu flüchten. An Kommandos ist noch lange nicht zu denken und die würden ihm im Falle der Angst auch nicht helfen.
Folgende Voraussetzungen wünschen wir uns für Bubble in seinem Happy Home: es sollte auf jeden Fall ein souveräner Ersthund vorhanden sein, an dem er sich orientieren kann. Das Zuhause sollte sich in einer ruhigen Gegend befinden, an denen die Wälder und Felder zum Erkunden nicht fern liegen. Unabdingbar sind Menschen, die wirklich verstehen, was es heißt einem solchen Hund Geduld zu schenken und nicht zu viel von ihm erwarten. Er muss dennoch gefördert werden, Mitleid bringt ihm nichts. Man sollte es ihm nicht übel nehmen, das er (noch) kein Schmusehund ist - auch wenn sein Fell wirklich sehr weich und einladend ist.
Kinder sollten sich nicht im neuen Zuhause befinden.
Wir wissen, in ihm schlummert ein toller Hund, für den sich die Arbeit und Geduld lohnt. Ein Hund, der ans Herz geht.
Update Bubble, 13.02.2021:
Hallo Welt! Hier bin ich und möchte mal wieder etwas von mir hören lassen. Ich sitze immer noch in meinem – hoffentlich – vorübergehenden „Zuhause“. Hier warte ich darauf, entdeckt zu werden.
Ich bin schon ein klein wenig besser geworden, was die Angst vor Menschen betrifft. Ich weiß eigentlich, dass sie mir nichts Böses wollen, vor allem die Freiwilligen nicht, die jedoch nur 1 x Woche kommen. Allerdings lassen mich die Hände, die mich berühren möchten, immer noch ein wenig erschaudern, aber schnappen aus Angst – nein – das tue ich nicht.
Wenn ich dann im Garten bin, mein Geschirr anhabe und mit den anderen herumlaufen darf, stelle ich mich auch für Würstchen an! Ich verstecke mich nicht, so groß ist meine Angst vor den Zweibeinern dann doch nicht und ich weiß, dass ich die meisten Würstchen bekomme, wenn ich mich unter meine Hundekumpel mische. So gaaanz unauffällig 
Meine Schwester Bell hatte das Riiieeesenglück auf eine Pflegestelle nach Deutschland reisen zu dürfen und, was soll ich sagen: sie zieht jetzt bald in ihre Forever-Familie um. Bell konnte alle Beteiligten um ihre Pfoten wickeln. Das möchte ich auch! Ich muß nur jemanden finden, der mit mir, dem zarten, flusigen, empfindsamen Jungen, geduldig umgehen kann. Ein souveräner Ersthund darf mir zeigen, was in einem Haushalt von mir erwartet wird, wie man Treppen steigt, wie man draußen seine Geschäfte erledigt, wie man im Auto mitfährt uvm. – das wäre klasse.
Menschen, die sich ein Zusammenleben mit mir vorstellen könnten, müssen allerdings wissen, dass ich anfangs nicht an der Leine laufen kann, dass ich wahrscheinlich ein Weilchen benötige, um die Basics zu lernen. Die interessierten Menschen sollten in einer ruhigen Umgebung wohnen und idealerweise über einen Garten verfügen. Das würde die Sache mit mir deutlich leichter machen. Einige sagen, dass Welpen und Junghunde keine Pflegestellen brauchen. Das kann ich so nicht unterschreiben, denn genauso wie für Bell wäre es auch für mich super, wenn eine Pflegestelle da draußen bereit wäre, Zeit für mich zu erübrigen, um mich „einzutakten“.
Hey, ich warte auf Euch da draußen, zähle auf Euch und träume schon mal von meinem Glück.

September 2020:

Wir haben wieder drei Schißhasen – Bubble, Bell und Blue - in einem Zwinger, aber es besteht Hoffnung.

Bubble und Bell sind offensichtlich Geschwister, die sich gegenseitig unterstützen, sowohl im Zwinger, als auch draußen, was ganz niedlich anzusehen ist. Leider ist es so, dass schüchterne bis ängstliche Hunde sich auch in diesem für sie eher negativen Verhalten stärken, sodass es natürlich wichtig ist, dass beide in absehbarer Zeit unabhängig voneinander eine Zukunft haben.

Bubble braucht einen netten 4-beinigen Freund an seiner Seite, der ihm zeigt, dass das Leben an der Seite von Menschen doch nicht so gruselig ist, wie es zuerst aussieht.

 

Bubble wird, wenn er einen Menschen oder eine Familie finden sollte, nicht sofort Gassi laufen können. Daher wäre es sehr gut, wenn ein Garten zur Verfügung stehen würde. Er muss mit Geschirr und Schleppleine langsam an die Dinge herangeführt werden, die er auf jeden Fall lernen muss, nämlich z.B. halbwegs entspannt an der Leine mitzulaufen.

So kleine schüchterne Mäusschen müssen zu aller erst lernen bzw. gleichzeitig, Vertrauen zu ihrer Bezugsperson aufzubauen.

Mit Vertrauen klappt der Rest im Laufe der Zeit auch.

 

„Der Rest“ ist allerdings nicht „sitz!“, „platz!“, „gib Pfote!“ sondern der Rest ist: in ein Auto zu springen, dort entspannt während der Fahrt zu liegen, vor anderen Menschen nicht in Panik auszubrechen, sich irgendwann vielleicht einmal auch von fremden Menschen anfassen zu lassen, in öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren, uvm. Alles Dinge, die für einen Hund in unserem Leben bisweilen eine große Herausforderung darstellen, weil sie für sie eben gänzlich unverständlich sind.

Bubble muss z.B. lernen, dass er von einem riiiieeesigen Müllauto, welches einen riiieesigen Lärm verursacht, NICHT aufgefressen wird. Dass Herrchen oder Frauchen verlässliche Beschützer sind und Hund nicht die Flucht ergreifen muss.

Bubble wird dies lernen, wenn SEIN Mensch genügend Geduld (nicht nur 2 Tage !) hat und sich ggfs. auch bei positiv arbeitenden Trainern beraten lässt.

 

Wer lebt weitab von der Zivilisation und traut sich Bubble, den hübschen flusigen Jungen zu?

Freiwillige vor!

Wenn Sie dem süßen Bubble ein liebevolles Zuhause schenken möchten, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf oder füllen Sie gleich unser Bewerbungsformular aus.



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