Rey

Geschlecht: männlich, kastriert

Alter: geb.ca 2018

Rasse: Mischling

Größe: Schulterhöhe ca. 40 cm

Aufenthaltsort: Pflegestelle in 68167 Mannheim

Charakter: anhänglich, verschmust, unsicher mit anderen Hunden

 

 

 

 

 

Update Rey, 27.04.2022:
Rey hat den ersten Schritt geschafft - er ist in Deutschland angekommen. Fehlt nur noch das endgültige happy home!
Er lebt nun auf Pflegestelle mit zwei Erwachsenen, zwei Kindern und einem Ersthund.
Das hat die Pflegefamilie über die ersten zwei Wochen zu berichten:
"Rey ist ein fröhlicher, menschenbezogener, junger Rüde, der interessiert die Welt entdecken möchte und sein Für-Immer-Zuhause sucht.
Er ist stubenrein, leinenführig, kann Sitz (in reizarmer Umgebung) und reagiert sehr gut auf seinen Namen. Aber er muss noch viel lernen. Seine Menschen müssen auf jeden Fall bereit sein, mit ihm ausdauernd und viel zu üben. Rey kann noch nicht allein bleiben. Aber auch da macht er mit ausdauerndem Üben große Fortschritte. Er ist lernwillig und sehr klug, dazu steckt in ihm eine ordentliche Portion Jagdtrieb, der bedient und kanalisiert werden will. Mit anderen Hunden ist er unsicher, aber freut sich durchaus über Kontakt, wenn die Begegnungen behutsam begleitet werden. Besonders bei großen Hunden ist erst mal Vorsicht geboten.
Rey ist insgesamt unsicher in plötzlichen und unerwarteten Situationen (ein Fremder kommt um die Ecke, ein Hund taucht plötzlich auf, Kinder streiten, man stolpert...). Er braucht einen Menschen, an dem er sich sicher orientieren kann. Ein freundlicher Ersthund ist durchaus auch willkommen. Aufgrund des starken Jagdtriebs sollten lieber keine Katzen im Haushalt leben. Kinder mag Rey gern, wenn sie sich ruhig verhalten und seine Grenzen respektieren. Sie sollten also schon verständig sein und am besten den respektvollen Umgang mit Tieren kennen. Er kann in nahezu jede Wohngegend vermittelt werden.
Wir wohnen mitten in der Stadt und erreichen unsere Wohnung fast ausschließlich über den Aufzug.
Das macht Rey ohne Schwierigkeiten mit. Er zeigt sich außerdem von Stadtlärm unbeeindruckt. Straßenbahnen, Autos, Radfahrende, Skateboards, Rollkoffer, laute Musik im Park und vieles mehr nimmt er ohne Probleme hin.
Allerdings braucht Rey viel Bewegung und mentale Beschäftigung. Er liebt das Wasser, hohes Gras, Erdlöcher, in denen er buddeln kann, Suchspiele, Zerrspiele uvm. Momentan hat er mindestens zwei Stunden/Tag Bewegung im Freien. Weniger sollte es für ihn auch nicht sein.
Rey mag Männer etwas lieber als Frauen, hat hier aber keine ausschlaggebende Präferenz. Er braucht die Nähe zu Menschen und liebt es, mit seinen Menschen auf dem Sofa und im Bett zu kuscheln. Sein Schlafplatz im Schlafzimmer sollte akzeptabel sein.
Rey wird an Menschen vermittelt, die bereits über Erfahrung mit Hunden verfügen oder bereit sind, sich auf ihn einzulassen und ggf. mit einem Hundetrainer vor Ort mit ihm zu arbeiten.
Er lebt in Mannheim auf einer Pflegestelle und kann nach vorheriger Absprache gern besucht werden.

Update Rey, 05.02.2022:

Rey hat sich gut eingelebt und fühlt sich sehr wohl in seiner Pflegestelle.

er genießt es sehr mit seinem Pflegefrauchen auf der Couch zu kuscheln. Generell genießt er ihre Gegenwart und weicht ihr nicht von der Seite!

 

Rey ist ein wahrer Schatz, wir sind mehr als froh, ihn in einer Pflegestelle zu wissen.

Schöner wäre natürlich ein richtiges Zuhause!

Januar 2022:
Seine Pflegestelle berichtet:
Es war ein friedliches Weihnachten in einem verrückten Jahr.
Ein Weihnachten, an dem ich zum ersten Mal seit vier Jahren keinen Pflegehund hatte.
Die ersten Gassigänge des Jahres.
Die vertrauten Türen des Tierheims, das vertraute Bellen unserer wartenden Hunde.
Wir fangen an, jeder Freiwillige kennt seine Aufgaben.
Aber ich bemerke, dass uns die Pfleger stirnrunzelnd und etwas verlegen ansehen. Wir haben Aufgaben, so viele Aufgaben, aber dieser Blick, ich kann es nicht ertragen. Vielleicht haben wir versehentlich etwas falsch gemacht?
Ich frage sie, was los ist, und sie schweigen und schauen nach unten.
Einer traut sich endlich und sagt: Komm, du wirst sehen und verstehen.
Sie kamen letzte Woche- sagt der Pfleger. Eine Familie, davon zwei Welpen, vier Hunde.
Der Mann verlor seinen Job und hatte familiäre Probleme. Er konnte kaum Geld aufbringen, um die Kinder zu ernähren.
Zwei Wochen lang bekamen die Hunde nichts zu essen. Schließlich holten die Hundefänger sie ab.
Runter von der Couch, rein ins Tierheim mit 1500 anderen Leidensgenossen.
Und ich musste mich entscheiden. Die Pflegestellen sind knapp.
Ich entschied mich.
Für Rey: Klein, schwarz, verängstigt. Er war ein Ball aus Zähnen, Angst und Aggression. Ich habe ihn aus dem Tierheim geholt.
Er rannte auf das Auto zu, ich konnte kaum mithalten. Er ist in den Kofferraum gesprungen und wollte nicht aussteigen, egal wie sehr ich ihm erklärt habe, dass er in den Sitz steigen muss und dass wir nach Hause fahren.
Die erste Nacht war hart. Er wollte mich nicht verlassen, er wollte nicht alleine schlafen.
Ich stand bei ihm, damit er nicht weinte, und versuchte, sein Vertrauen zu gewinnen.
Nur 24 Stunden nach dem Tierheim ist Rey ein anderer Hund, er beginnt mir bereits zu vertrauen. Er hat Angst vor anderen Hunden, denn vermutlich hat er nie andere ausser seinen drei Freunden kennengelernt.
Er zeigt dies durch pöbeln an der Leine und starkes zittern.
Rey ist einer von vielen.
Die anderen blieben dort, auf dem Beton, im Isolator, im Schutzraum. Es sind noch drei übrig. Drei von weiteren 1.500.
Wir suchen für den kleinen Mann ein Zuhause, das ihm Sicherheit gibt. Er kann auch als Einzelhund vermittelt werden, damit er zunächst zur Ruhe kommen kann und lernen kann, dass andere Hunde keine Gefahr sind.

Wenn Sie Rey ein liebevolles Zuhause schenken möchten, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf oder füllen Sie gleich unser Bewerbungsformular aus.



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