Ombi - möchte nicht im Tierheim sterben

Geschlecht: männlich, kastriert

Alter: geb. ca. 2011

Rasse: Mischling

Größe: Schulterhöhe ca. 50 cm

Aufenthaltsort: Tierheim in Sofia

Charakter: fröhlich, freundlich, verschmust, stadttauglich

 

 

 

 

 

 

 

 

September 2021:
Ombi lebt seit wir das erste Mal das Tierheim betreten in Käfig 101 der ältesten Einzelzwinger des Tierheims.
Seit Tag eins unserer Besuche kann er es kaum erwarten, seinen Einzelzwinger von 4 Quadratmetern zu verlassen und über die Wiese zu toben. Tatsächlich will er dabei immer und ständig zu anderen Hunden und leider können wir nicht sagen, ob mit einer guten oder einer schlechten Absicht. Vermutlich hat er auch aus diesem Grund nie den Weg in einen Gemeinschaftszwinger gefunden.
Die Jahre vergingen und zusehends wurde Ombi vor unseren Augen alt. Wir wurden stutzig, als uns eines Tages auffiel, wie sehr seine Hinterbeine angeschwollen waren. Ob es vom vielen ungeduldigen springen an die Gittertür kommt?
Oder aber von der mangelnden Bewegung? Es gab viele Vermutungen, Behandlungsversuche von den Tierärzten des Tierheims , doch nie wurden die Füße wieder so schlank wie es sich für einen Schäfimix wie ihn gehört.
Dann kam der Tag, an dem wir es einfach wissen wollten. Wir vereinbarten einen Termin beim Orthopäden, der nach einer ausführlichen Untersuchung leider feststellen musste: Ombi ist kein Patient für einen Orthopäden, sondern für einen Onkologen.
Seine Lymphknoten hatten auf einen bösartigen Tumor in der Blase reagiert. Dieser Tumor lag aber so günstig, dass es den Chirurgen möglich war, ihn operativ zu entfernen. Wir waren überglücklich, dass sich Ombi so lieb bei allen Untersuchungen verhielt. Er brauchte weder einen Maulkorb, noch eine Sedierung. Er ließ sich problemlos auf den Rücken legen und das Ultraschall über sich ergehen und er lag auch mucksmäuschenstill unter dem Röntgen, so als würde er verstehen, dass wir ihm helfen wollen.
Er überstand die Operation wie ein Kämpfer, der wusste, dass es jetzt vielleicht eine Chance für ihn geben wird.
Die große Ernüchterung kam nach der Kontrolluntersuchung. Obwohl derzeit keine neuen Tumore festzustellen waren, ist die Lebenserwartung nach einer solchen OP trotzdem lediglich bei 6-10 Monaten, bevor die nächsten und dann vermutlich lebensbedrohlichen Tumore wiederkehren. Eine Chemotherapie kommt zwar in Frage, doch der Tierarzt bat uns abzuwägen, ob wir das Risiko, das eine solche Therapie birgt, auf uns nehmen wollen. Diese belastet wohl auch die Nieren und andere Körperteile.
Ombi ist nicht mehr der Jüngste. Die Aussicht ihn im Tierheim sterben zu sehen, bricht uns das Herz.
Gleichzeitig wissen wir, dass niemand einen krebskranken Hund adoptiert, der keine sehr lange Lebenserwartung mehr hat.
Unsere Hoffnung: Wir möchten eine Pflegestelle für Ombi finden, die ihm die schönsten restlichen Monate seines Lebens schenkt. Die mit ihm lange Spaziergänge und Abenteuer unternimmt, nach denen er sich so sehr sehnt.
Eine Pflegestelle, die ihm zeigt, wie es sich anfühlt in einem echten See zu baden und in einem weichen gemütlichen Bett unter Streicheleinheiten einzuschlafen. Die Kosten für Ombi übernimmt die Streunerhilfe und all jene Spender, sie uns mit den Kosten für Ombi unterstützen möchten.
Hier nochmal die wichtigsten Charakterzüge von Ombi auf einen Blick:
✅ist Stadttauglich
✅liebt Bewegung
✅fährt problemlos Auto
✅lässt sich problemlos vom Arzt untersuchen und überall anfassen
✅liebt es im Wasser zu planschen
✅liebt menschliche Aufmerksamkeit
❎versteht sich vermutlich nicht mit Artgenossen

Wenn Sie Ombi ein liebevolles Zuhause schenken möchten, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf oder füllen Sie gleich unser Bewerbungsformular aus.