Bebo - liebt das Leben, auch mit Handicap

Geschlecht: männlich, kastriert
Alter: geb. ca. 2011
Rasse: Mischling
Größe: Schulterhöhe ca. 54 cm
Aufenthaltsort: Tierheim in Slatina

Charakter: freundlich, verschmust, verträglich mit Artgenossen, blind, taub; trotz seiner Behinderung sehr agil, wegen seiner Behinderung ein bisschen nervös

 

 

 

 

 

 

 

April 2021:
Wer vielleicht auf die Idee kommt, dass ein alter, blinder und tauber Hund mit dem Leben abgeschlossen hat, der hat Bebo noch nicht kennengelernt. Sobald ihm seine Nase sagt, dass die ehrenamtlichen Helfer auf den Tierheimfluren unterwegs sind, steht er im Zwinger und macht durch gelegentliches Bellen auf sich aufmerksam. Er lässt sich brav anziehen (okay, wegen der Aussicht auf den Spaziergang fällt das Stillstehen schon etwas schwer…) und kann es kaum erwarten, nach draußen zu kommen.
Bebo braucht aufgrund seiner Behinderung einen zuverlässigen Blindenführer, der unterwegs für ihn „guckt“, ihm am Geschirr die Richtung vorgibt und am Halsband dafür sorgt, dass er mit dem Kopf nirgends dagegen läuft. Über eine längere Zeit gewinnt Bebo Vertrauen in seine „Führung“, er marschiert fröhlich voran und demonstriert alle ordentlichen Hundeeigenschaften (schnüffeln, markieren, scharren, Gras fressen – all diese Vergnügungen fehlen seit Jahren in seinem tristen Betonviereck).
Bebo ist verträglich mit allen Hunden, auch wenn er sie nicht kommen sieht oder hört. Er liebt es, gekrault zu werden und die Aufmerksamkeit eines Menschen ganz für sich alleine zu haben. Man merkt, wie er sich in diesen Momenten entspannt und genießt.
Bebo hatte am 18. April 2021 eine umfangreiche Untersuchung beim Tieraugenarzt.
Er hat einen fast normalen Augeninnendruck und die Tierärztin ist sicher, dass er keine Schmerzen verspürt. Das war vielleicht nicht immer so, da das rechte Auge etwas hervorsteht, was auf einen – irgendwann einmal – hohen und damit schmerzhaften, Augeninnendruck schließen lässt, der jedoch nie behandelt wurde. Nun, der Körper hat es zum Glück geschafft, dieses Problem selber zu regulieren. Das Auge steht immer noch hervor, aber bereitet kein Problem (mehr), außer, dass er damit nicht sehen kann.
Sein Hörvermögen? Ein lautes In-die-Hände-Klatschen kann er hören, er dreht dann den Kopf in die Richtung – ist es wirklich das Geräusch oder die Schall- und Luftwellen, die sein Ohr erreichen?
Ansonsten verlässt er sich auf die gute Führung seines Gassigängers und auf seine Nase. Richtig so, Bebo! Das Leben wird mit den vorhandenen Ressourcen gemeistert, ohne zu meckern. Ein klarer Vorteil der Hunde, die im „Hier und Jetzt“ leben und dazu alle Fertigkeiten nutzen, die sie (noch) haben.
Ein paar kleine Knoten zeigen sich an ein paar Stellen am Körper, die jedoch nicht genauer untersucht wurden.
Bebo sucht für die letzte Strecke seines bisher nicht sehr schönen Lebens ein ruhiges Zuhause mit Garten, wo er nach Lust und Laune mit seiner Nase auf Entdeckungstour gehen kann. In seinem Umfeld sollte möglichst immer alles am gleichen Platz stehen, damit er früher oder später seinen Weg ohne Karambolagen durch die Wohnung findet. Tägliche Spaziergänge sollten auf dem Plan stehen, damit Bebo seine gute Figur behält und sich die Muskeln an den Hinterbeinen, die im Moment etwas zittrig sind, wieder aufbauen. Bebo würde sich über einen ruhigen Hundefreund im Haushalt freuen, der ihm bei der Navigation durch sein neues Leben helfen kann.
Wenn Sie einem lebensfrohen und liebenswerten Hund mit Handicap einen liebevollen Platz schenken wollen, dann bewerben Sie sich schnell! Bebo ist mehr als bereit für die Reise nach Deutschland.

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