Kismet - auf der Suche nach dem großen Glück

Geschlecht: weiblich, kastriert

Alter: geb. ca. 2011

Rasse: Mischling

Größe: Schulterhöhe ca. 45 cm

Aufenthaltsort: Hundepension in Sofia

Charakter: freundlich, verschmust, hundeverträglich

 

 

 

 

 

 

Update Kismet, 24.06.2021:
Kismet war am 07.06.2021 bei einer Hautspezialistin, die die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen hat.
Befund: Atopische Dermatitis = chronische, juckende Entzündung der oberen Hautschichten, Überbesiedlung mit Malassezien (Hefepilzen) v.a. in den Ohren.
Derzeit befinden wir uns auf Spurensuche, was jedoch dauern könnte. Kismet schlägt sich mit den Hautproblemen und dem damit verbundenen Juckreiz bestimmt schon viele Jahre herum, daher hat sich das Lecken, Knabbern und Kratzen schon fast automatisiert. Wenn Kismet 2 oder 3 Minütchen warten muss und keinen Kragen umhat, dreht sie sich automatisch um und knabbert an sich herum. Jeder weiß, wenn es irgendwo am Körper juckt und man kratzt, wird der Juckreiz immer stärker – ein schlecht zu unterbrechender Kreislauf. So auch bei Kismet. Fängt sie an zu knabbern und wird unterbrochen, windet sie sich und versucht sofort wieder an die Stelle zu gelangen, die Füße fangen dazu fast automatisch an Kratzbewegungen zu machen. Es bedarf dann ein wenig Durchsetzungsvermögen, um sie wieder in Gang zu bringen. Aber es klappt – bis zum nächsten Mal.
Da sie mit dem Plastikkragen überhaupt nicht zurecht kam, trägt sie nun eine blaue Tepaw Halskrause und Babysocken, was wesentlich besser funktioniert. Wir haben eine Ausschlussernährung begonnen, was konkret bedeutet, dass sie für 2 Monate ausschließlich Kaninchenfleisch und Erbsenpüree bekommt. Dazu gibt es Antihistaminika und Tabletten, um die Hefepilzbesiedlung zurück zu drängen. Außerdem, um die Haut zu beruhigen, wird sie ca. jeden 3. Tag mit einem Spezialshampoo gebadet.
Kismet ist eine Persönlichkeit. Obwohl sie schon etwas dement zu sein scheint und nicht mehr ALLES mitbekommt, weiß sie, was sie möchte! Sie hat ein ziemliches Durchsetzungsvermögen gegenüber allen Hunden im Rudel und schafft es, sogar Destina und Maddox von ihren Futternäpfen zu vertreiben. Wenn Maddox zu ihr Kontakt aufnehmen möchte und an ihrer Nase schnuppert, hängt es wohl von ihrer Laune ab, ob sie ihn gewähren lässt, oder leise knurrt und die Nase etwas kraus zieht nach dem Motto „zisch ab du junger Knilch“. Sie hat sich in kürzester Zeit Respekt im Rudel verschafft. Mittlerweile wird sie liebevoll „Grumpy Granny“ genannt.
Kismet ist manchmal etwas hektisch. Sie rennt dann jammernd in der Wohnung herum, bearbeitet ihre Liebeplätze, braucht eine kleine Weile um zur Ruhe zu kommen und liegt dann letztlich friedlich schlummernd auf ihrem Kissen.
Das Autofahren mit ihr ist insgesamt ruhiger geworden, sie weiß nun, wo ihr Platz ist, dass sie nicht dauernd versuchen muss, über alles hinweg zu klettern – puhhh. So kommen wir besser ans Ziel und Kismet läuft dann, befreit von Socken und Kragen, mit der Rute wackelnd, zügig mit der Gruppe auf dem Spaziergang mit. Sie bleibt grundsätzlich auch ohne Leine bei der Gruppe, dreht sich immer wieder für Augenkontakt um, kommt manchmal auch auf Handzeichen zurück. Im Auge muss man sie jedoch immer haben, da es vorkommt, dass sie eine Kurve nicht bekommt oder in ihrer Vorwärtsbewegung nicht zu bremsen ist. Da sie nichts hören kann, muss sie dann natürlich „eingefangen“ und in die richtige Richtung gelotst werden. Außerdem sollte sie halt nicht zu lange stehen müssen, da sie sich sofort an ihre vermeintliche Hauptaufgabe, das Kratzen, erinnert und loslegt.
Kismet ist ein süßer, liebenswerter Fratz, der eben etwas mehr medizinische Betreuung/special care benötigt, als ein „normaler“ Hund. Ansonsten ist sie sehr einfach im Umgang, zuverlässig stubenrein, und noch recht mobil.
Wir suchen „nur“ die EINE Person, die mit einem großen Herzen für kleine, ältere Hunde ausgestattet ist und einen etwas höheren Betreuungsaufwand nicht scheut. Wer ist dieser besondere Mensch?
Update Kismet 23.05.2021:
Kismet hat den Platz in der Hundepension mit Flokati getauscht, da sie im Gegensatz zu ihm alleine (ohne menschl. Bezugsperson) bleiben kann. Sie ist also wieder auf einer privaten Pflegestelle eingezogen und nun lernen wir sie richtig kennen.
Kismet sucht Menschen, die vor einem alten Hund mit Problemen nicht zurückschrecken. Sie ist ein wirklich süßes Schnuckelchen, kommt mit Hunden zurecht, braucht sie aber nicht. Sie scheint bereits etwas dement zu sein, was sie selber natürlich nicht stört.
Sie trottelt lieb mit durch die Gegend oder in der Wohnung herum und legt sich dann wieder auf ihr Kissen, wo sie auch zur Ruhe kommen kann. Wir haben sie an diesem Wochenende doch etwas angestrengt. Zum einen, weil sie irgendwie frisiert wurde, da das Pflegefrauchen nicht ertragen kann, wenn die Haare z.B. in den Augen hängen und die Haare zwischen den Ballen verfilzt sind.
Daher sieht sie nun ein bisschen anders aus. Zum anderen, weil sie mit den restlichen Hunden zum Spaziergang mitgenommen wurde. Das sind Eindrücke, die Ömchen erst verarbeiten muss. Sie hält tapfer mit . Gras fressen muss wieder geübt werden.
Heute blieb ihr wohl ein Grashalm im Hals stecken, was ihr einiges an Problemen verursachte, bis sie endlich trank und das Hälmchen runterrutschte.
Als Kismet auf der Straße laufend gefunden wurde, war uns sofort aufgefallen, dass ihr weißes Fell von der Körpermitte nach hinten bräunlich erscheint. Nun zeigt sich, auch nach der Kastration mit Entfernung der Tumore, dass sie entweder unter starkem Juckreiz leidet (evtl. auch sehr empfindsam ist) oder sich die über lange Zeit praktizierte Leckerei automatisiert hat.
Derzeit ist sie meistens mit Kragen unterwegs, mit dem sie gegen Türe, Schränke und alles was sonst noch im Weg ist, läuft.
Es scheint sie jedoch nicht zu stören. Wir versuchen natürlich nun die Ursache des Juckreizes zu suchen, um ihr helfen zu können. Empfundener Juckreiz kann einen wahnsinnig machen. Wir wünschen uns sehr, dass sie entspannen kann, was sie grundsätzlich auch schafft – puuhh, zum Glück.
Hören kann sie wahrscheinlich nicht mehr, sehen schon noch. Wie viel sie sehen kann, können wir nicht sagen.
Auf Handbewegungen vor ihren Augen reagiert sie. Sie folgt auch den Beinen des Pflegefrauchens.
Beim Autofahren sitzt sie im Beifahrerbereich, da sie mit dem Kragen alle anderen verrückt machen würde. Dort ist sie etwas hektisch. Vielleicht ist sie es einfach nicht gewöhnt. Wir werden mit ihr üben.
Auf dem Rückweg sieht die Sache dann schon wieder um einiges ruhiger aus.
Uns macht traurig, dass ein kleiner alter Hund ausgesetzt, der Verwahrlosung preisgegeben wird, Verkehrsunfälle , Verhungern, Stress, etc. einkalkuliert. Ein kleiner alter Hund, der einige gesundheitliche Baustellen hat und offensichtlich taub ist, die natürlich Arbeit, Kosten und Sorge verursachen, läuft im gleichmäßigen Trott über die Straße. Schlimm und traurig.
Wir konnten nicht zur Seite schauen und sie laufen lassen. Das entspricht nicht unserer Einstellung.
Arbeit scheuen wir nicht, Kosten schaffen wir auch – mit Hilfe der tollen Streunerhilfe – Gang, die Sorgen, die wir uns um unsere „Pflegekinder“ machen, kann uns keiner nehmen. Wir machen uns Sorgen um die Zwerge, die vielleicht niemals jemanden hatten, der sie richtig betreut hat und der dann jemand war, der sie einfach irgendwo ausgesetzt lassen.
Kismet, unsere etwas schrullige Oma, die sehr gerne kuschelt, soll noch einen schönen Lebensabend haben.
Wer hat Zeit, Muße, etwas Geld (für den Tierarzt), geht gerne normale Runden spazieren? Kismet würde gerne begleiten.
Wir hoffen auf ein kleines Wunder für sie.
Update Kismet, 18.05.2021:
Jaaa, Kismet hat die OP (Kastration und Entfernung von Tumoren) gut überstanden.
Sie konnte die Klinik hinter sich lassen und durfte in eine super tolle Hundepension ziehen. Die Villa Roshko ist nur für kleine Hunde, das heißt, sie befindet sich derzeit in bester Gesellschaft.
Kismet fühlt sich, nachdem der Kragen (den sie wegen der OP-Narbe tragen muss) abgenommen wird, wenn sie unter Kontrolle ist, sichtlich wohl. Sie verträgt sich mit Mensch und Hundekumpeln wunderbar. Die anfängliche Hektik hat sich gelegt, sie hat nun die Chance, die Anstrengungen der Straße und der OP hinter sich zu lassen und „runter zu kommen“.
An der Frisur werden wir demnächst noch ein wenig arbeiten, sie soll das Rundum-Wohlfühl Paket bekommen, nachdem ihre Menschen sie offensichtlich nicht mehr haben wollten.
Wer einen lieben, kleineren Hund sucht, der noch recht fit unterwegs ist - ein Marathon wäre allerdings nicht mehr so ihr Ding – vielleicht noch einen Garten als i-Tüpfelchen bieten könnte, darf sich gerne für die liebe Maus bewerben.
Wir wünschen Ihr von Herzen ein neues Zuhause, in dem sie von ihren neuen Menschen gehegt, gepflegt und geliebt wird.
Mai 2021:
Kismet bedeutet Glück auf bulgarisch. Ob sie bisher viel Glück hatte, ist uns nicht bekannt.
Sie hatte bestimmt einmal eine Familie, aber als sich gesundheitliche Probleme zeigten, beschloss ihre Familie wohl, Kismet solle ihr weiteres Glück alleine suchen. Das hat die kleine Dame in die Tat umgesetzt.
Sie hatte offensichtlich den richtigen Riecher, um zur rechten Zeit am richtigen Ort zu sein.
Die kleine Dame trottete im gleichmäßigen Trab um 6.20 Uhr morgens mehr oder weniger direkt in meine Arme.
Es war offensichtlich, dass sie ein ehemaliger Haushund war, der Hilfe (auch medizinische) brauchte. Reaktionen auf meine Ansprache zeigte sie nicht, vorsichtiges Anfassen war möglich. Da sie ein Halsband trug, wurde sie angeleint und an einem Pfeiler "geparkt", da sie nicht in der Lage war, sofort mit dem Rudel für eine Gassirunde in den Wald zu laufen.
Auf dem Rückweg eingesammelt, in der Küche untergebracht, lag sie erst einmal völlig erschöpft auf den Fliesen.
Sie wollte nicht einmal essen oder trinken - nur ausruhen von den Strapazen auf der Straße, von denen sie uns leider nichts erzählen kann. Eine anfängliche Verunsicherung mit meinen Hunden legte sich sehr schnell, als sie merkte, dass ihr niemand etwas Böses wollte. Kismet kann also mit anderen Hunden zurecht kommen.
Am gleichen Tag noch wurde sie zum Komplettcheck in die Tierklinik gebracht. Beim Ultraschall wurden verschiedene Tumore, u.a. an der Gebärmutter und an der Scheide festgestellt. Auf dem linken Auge ist sie definitiv blind, woran man nichts mehr ändern kann. Ob sie hören kann, werden wir demnächst herausfinden.
Sie ist evtl. etwas schwach in der Hinterhand, dennoch läuft sie fleißig, manchmal ein wenig hektisch herum.
Auf den Bildern kann man sehen, dass ihr Fell von der Hälfte des Körpers nach hinten eher braun statt weiß erscheint.
Dies ist ein Indiz dafür, dass ihr Speichel das Fell durch dauerhaftes Lecken „gefärbt“ hat. Wir hoffen nun, dass dieses exzessive Lecken der Vergangenheit angehört, da die Ursache (Tumore) dafür bestimmt entfernt wurde.
Kismet befindet sich derzeit noch in der Klinik. Am Mittwoch darf Kismet in eine für bulgarische Verhältnisse sehr gute Hundepension umziehen, die nur kleine Hunde aufnimmt. Dort wird sie medizinisch weiter versorgt, da sie mit Sicherheit noch Antibiotikum nehmen, einen Kragen tragen muss und es einfach besser ist, dass sie nun gut umsorgt wird.
Wie immer ist das nicht umsonst und wenn uns jemand beim Stemmen der Kosten helfen möchte, würden wir uns für Kismet freuen.

Spende jetzt: http://bit.ly/spenden-fuer-tiere

Oder übernimm eine PATENSCHAFT für Kismet  http://bit.ly/tieren-helfen

Streunerhilfe Bulgarien e.V.
Betreff: Spende Kismet
IBAN: DE82460500010051038958
BIC: WELADED1SIE

Per paypal:
kontakt@streunerhilfe-bulgarien.de

Noch mehr würde sich Kismet freuen, wenn das neue Glück anhielte und sich jemand findet, der sie für den Rest ihres Lebens umsorgen möchte. Sie soll nie wieder alleine auf den Straßen unterwegs sein müssen!
Ihr dürft Euch bewerben!


Wenn Sie Kismet ein schönes Zuhause schenken möchten, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf oder füllen Sie gleich unser Bewerbungsformular aus.