Fine

Geschlecht: weiblich, kastriert

Alter: geb. ca. 2020

Rasse: Mischling

Größe: Schulterhöhe ca. 50 cm

Aufenthaltsort: pflegestelle in 86706 Weichering

Charakter: freundlich, noch sehr schüchtern, hundeverträglich

 

 

 

 

 

 

 

  

 

Update Fine, 14.04.2022:
Fine lebt seit Anfang April bei uns auf Pflegestelle. Mit dem Flieger kam das verängstigte, zitternde Häufchen Hund zu uns.
Sie wohnt jetzt sehr ländlich mit zwei weiteren ehemaligen Streunern. Direkt nach der Ankunft haben wir ihr - wenn auch unter starkem Protest - das Geschirr und doppelte Sicherung angezogen, damit sie von Anfang an mit raus kann und sich auch in der Wohnung nicht zu sehr vor uns verstecken kann.
Die ersten Tage bestanden vor allem aus Beobachten, Flucht vor uns und schlafen. Seit Tag zwei ist Fine stubenrein! Sie hat schnell gelernt, ihren Weg in den Garten zu finden, wenn ich die Türe öffne und zeigt uns - zu unserer großen Überraschung - sogar nachts an, wenn sie mal muss.
Der große Jackpot bei Fine: Sie ist verfressen ohne Ende! Seit dem ersten Tag frisst sie aus der Hand, selbst in Stressmomenten. Trotzdem verteidigt sie kein Futter und teilt brav mit den anderen Hunden. Mithilfe von Futter kann ich sie inzwischen relativ gut an- und ableinen, das Geschirr bleibt aber noch dauerhaft dran. Auch Anfassen geht schon, wenn sie auf ihrer Decke liegt, auch wenn sie dabei noch sehr angespannt ist.
Nach einigen Tagen war sie bereit, das erste Mal die Wohnung zu verlassen. Wenn Fine draußen Angst bekommt (z.B weil ich einen Schritt auf die zugehe, wenn die Leine hängen bleibt oder bei Verkehr), bleibt sie nicht stehen - sie fängt an zu laufen. Da die Leinen aber schnell zu Ende sind, läuft sie dann ununterbrochen in einem Kreis um ich herum. Da helfen auch meine Hunde zur Beruhigung nichts. Wir haben das fortan 2-3x pro Tag für 10min geübt. Nach einigen Tagen haben wir den ersten großen Spaziergang zum See gemacht. Solange ich neben ihr gehe, läuft sie perfekt und zieht nicht mal! Wenn ich stehen bleibe, kreiselt sie noch, aber nur noch 1-2 Runden. Die Rute trägt Madame Fine inzwischen hoch erhoben und locker wedelnd! 
Fine hat bisher nichts kaputt gemacht und bellt auch nicht.
Mit meinen Hunden ist sie noch etwas zurückhaltend, aber sehr höflich. In fremden Umgebungen orientiert sich an den beiden und läuft ihnen nach.
Bei Fine habe ich den Eindruck, dass sie nur darauf gewartet hat, endlich aus dem Zwinger zu kommen! Sie taut so unfassbar schnell auf und macht täglich Fortschritte. In der Wohnung achten wir darauf, dass sie immer mit uns in einem Raum ist und sich nicht zu sehr verschanzt. So muss sie sich mit uns und unserem Alltag auseinander setzen und lernt, dass ihr nichts passiert.
Besonders wenn ich mit meinen Hunden kuschel, wird sie seeehr neugierig.
Was Fine sucht: Menschen, sie sehr geduldig und ruhig, aber auch konsequent mit ihr umgehen. Sie wird aufgrund der Schreckhaftigkeit nicht in Familien mit kleinen Kindern vermittelt, aber braucht unbedingt einen souveränen Ersthund. Fine gehört aufs Land, da sie vor Autos etc. große Angst hat.
Finchen darf gerne noch etwas bleiben und lernen, wie toll Menschen sehr können. Trotzdem freut sie sich natürlich über Bewerbungen!
März 2022:
Die hübsche Fine lebt im “Angsthasen-Zwinger” im Tierheim Seslavci.
Sie und ihre zwei Kumpels lassen sich nicht anfassen und können demnach nicht wie die Anderen aus dem Gehege geholt werden, um die Gegend zu erkunden. So lernen sie aber auch nicht, dass die Zweibeiner gar nicht so schlimm sind, wie sie vermuten.
Auch wenn die drei sich im Bezug auf Menschen einig sind: Bei Futter hört der Spaß auf! Das wird nämlich nicht ganz fair aufgeteilt. Der weiße Rüde wird immer kräftiger, während die Hündin im Mini-Schäferhund-Kostüm immer dürrer wird.
Vor Kurzem habe ich die Kleine entdeckt, als ich mit einer Freiwilligen des Tierheims gechattet habe.
Kurz nach dem Gespräch war klar: Die Hündin, die nun Fine heißt, muss da raus.
Sie ist noch in einem guten Alter, um sich halbwegs zügig an Menschen zu gewöhnen. So haben wir entschieden, dass ich sie bei meinem Besuch in Bulgarien Anfang April mitnehme, um sie auf Pflegestelle zu nehmen.
Trotzdem freut sich Fine schon über Bewerbungen. Die neuen Halter*innen sollten ländlich und ruhig leben, einen netten Ersthund haben und viel Einfühlungsvermögen und Geduld mitbringen.
Fine und ihre Leidensgenossen
Fine und ihre Leidensgenossen

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