Amelie- ihr Herz schmerzt

Geschlecht: weiblich, kastriert

Alter: geb. ca. 2018

Rasse: Mischling

Größe: Schulterhöhe ca. folgt

Aufenthaltsort: Tierheim in Slatina

Charakter:  freundlich, verschmust, hundeverträglich, kinderlieb

 

 

                *reserviert*

  

 

November 2020:

Es war Vollmond. Einer jener Vollmonde, in der verliebte Männer ihrer Angebetenen einen Heiratsantrag machen,

Dichter ihre besten Gedichte schreiben, und Menschen mit dem Sternzeichen Krebs nicht schlafen können und sich im Bett wälzen.

 

Ich stand auf und beobachtete den Mond, meine Babys schliefen ruhig in der Kiste neben mir.

Mein Mensch näherte sich mit einer Leine in der Hand und sagte zu mir: Komm schon, Amelie, lass uns spazieren gehen.

Ich stand auf und leckte glücklich seine Hand. So ein schöner Abend, und er wollte ihn mit mir teilen. Wir gingen.

Wir haben auch die Schachtel mit den Welpen mit genommen. Ich war überrascht. Ich wusste nicht, warum wir sie mitgenommen haben, weil sie noch so klein waren, dass sie nicht mit uns spazieren gehen konnten. Aber ich dachte, dass er uns einfach nicht trennen wollte. Wir stiegen ins Auto und fuhren los.

Oft waren wir schon im Auto gefahren, ich wusste, dass er gerne Musik spielt und singt, während wir reisen.

Diesmal war es ruhig, sehr ruhig. Wir sind lange gereist. Schließlich blieb er stehen und öffnete die Tür. Er sagte mir, ich solle rausgehen. Er hat mich nicht an die Leine genommen und mich einfach im Wald spazieren gehen lassen, und er hat auch die Schachtel mit den Welpen herausgenommen. Ich schnupperte an ihnen, sah aber keine Gefahr um uns herum und ging zu einem Baum. Als ich den Mond und die Stille im Wald genoss, hörte ich ihn den Motor des Autos starten. Ich dachte er wäre kalt. Ich drehte mich um, um zu sehen, was los war, und sah, wie das Auto weiter weg fuhr. Ich rannte, bellte laut und forderte ihn auf, zurückzukommen, aber ich hörte, dass meine kleinen Kinder vor Angst anfingen zu weinen, und ging zurück. Ich blieb bei ihnen.

 

Wir hatten kein Essen, kein Wasser, nichts. Nur ich und die Schachtel mit den Babys. Wir haben so lange gewartet.

Ich war sehr hungrig, und habe immer wieder versucht, meine Babys zu stillen. Am Ende hatte ich nicht mehr die Kraft, ich legte mich einfach neben die Kiste und hoffte, dass mein Herrchen zurückkommen und mich holen würde.

Ich habe versucht herauszufinden, was ich falsch gemacht habe. Ich weiß nicht, wie lange ich diesmal so gewartet habe.

Ich kann mich nicht erinnern, wie ich im Tierheim gelandet bin. Ich erinnere mich nur an die weichen Hände der Freiwilligen, die meinen Kopf streichelten und mich baten, meine Augen zu öffnen.

Mir wurde gesagt, dass meine Babys sehr krank waren, aber sie überlebten!

Jetzt müssen wir also hier bleiben, weil wir all unsere Kraft zurückbekommen müssen.

Unser Zuhause ist jetzt das Tierheim in Seslavtsi.

Es ist voller Welpen, die mich an meine Babys erinnern. Mein Herz schmerzt für jeden von ihnen, ich bin schließlich eine Mutter. Bis bald, Mama Amelie.


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